+
Die stattliche Villa „Haus Burgstetten“ in Assenhausen bei Berg gehörte jahrelang dem NSDAP-Anhänger Max Wutz. Er vermachte sie der Hanns-Seidel-Stiftung, die sie verkaufte und aus dem Erlös einen Volksmusikpreis auslobt.

Affäre Wutz: Hanns-Seidel-Stiftung prüft Vermögensabgabe

München – Das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München soll die Vergangenheit des Ehepaares Max und Maria Wutz aufarbeiten. Dies teilte am Montag die Hanns-Seidel-Stiftung mit.

Vor allem Max Wutz ist ein früher Förderer Hitlers gewesen. Die CSU-nahe Stiftung hatte das Erbe des verstorbenen Ehepaares angetreten. Der Erbvertrag dazu war laut Stiftung schon 1981 aufgesetzt worden.

In dem Gutachten des IfZ soll nun die Herkunft des Vermögens geklärt werden. „Ob dieses in der Zeit vor 1945 oder später aufgebaut wurde, ist unklar“, heißt es weiter. Außerdem erwägt die Hanns-Seidel-Stiftung offenbar, sich grundsätzlich vom Vermögen – etwa 1,4 Millionen Euro – zu trennen. Es werde „juristisch der Frage nachgegangen, wer Rechtsnachfolger des Vermögens sein kann“.

Die Stiftung betonte, bei der Vergabe der Volksmusikpreise aus dem Stiftungsvermögen „im guten Glauben“ gehandelt zu haben.

dw

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Alarm! Pest-Virus aus Tschechien - Angst auch in Bayern
Bayerns Schweinebauern blicken mit Sorge nach Tschechien: Dort häufen sich Fälle der Afrikanischer Schweinepest. Die ist zwar für Verbraucher ungefährlich – …
Alarm! Pest-Virus aus Tschechien - Angst auch in Bayern
Supermarkt-Mitarbeiter öffnen Bananenkisten - und machen seltsamen Fund
Ein Mitarbeiter eines Supermarktes räumt Bananen aus einer Kiste. Unter den Südfrüchten entdeckt er Päckchen - gefüllt mit Kokain. Bei diesem einen Fund bleibt es aber …
Supermarkt-Mitarbeiter öffnen Bananenkisten - und machen seltsamen Fund
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord beteiligte sich an einer bayernweiten Kontroll- und Fahndungsaktion. Dabei nahmen sie vor allem Fernreisebusse ins Visier. 
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit in Unterfranken scheint zu eskalieren. Nun hat ein Mann seinem Nachbarn Schweinehoden an die Haustür gehängt. 
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion