Affen-Alarm in Augsburg: Mandrill ausgebüxt

München - In Augsburg sind die exotischen Tiere los. Nachdem vermeintlch ein Tiger ausgebüxt war, ist jetzt alles echt: Affenalarm! Einer Leserin der tz gelang es, die kuriose Situation festzuhalten.

In Augsburg sind die exotischen Tiere los. Vor einer Woche war’s ein Tiger, der sich angeblich durch den Stadtpark fauchte. Solange, bis drei Jugendliche, die drei angeblichen „Augenzeugen“, einräumen mussten: „Tschuldigung, war nur ein Spaß.“ Nun sorgte am Sonntag ein ausgewachsener Affe für maximale Aufregung im Zoo. Diesmal war es kein Spaß, diesmal war alles echt: Affenalarm!

Das Mandrill-Männchen Barbarossa (10) kämpfte gegen 13.30 Uhr mit Artgenossen um die Macht in der Affenhorde. Vor zwei Wochen war Oberaffe Cita, das Alpha-Männchen, im Alter von 25 Jahren gestorben. Seither herrscht Unruhe in der Horde. Die Männchen stehen voll unter Adrenalin, jeder will der Erste sein.

Affe in Augsburg ausgebüxt

Affe in Augsburg ausgebüxt

Während des Kampfs wurde Barbarossa zunächst in den Wassergraben geschleudert, er schwamm eine Runde und kletterte laut Zeugen die Mauer des Geheges hoch. So stand er plötzlich vor zahlreichen Besuchern, darunter viele Kinder. Einer 28-jährigen tz-Leserin gelang es, die kuriose Situation festzuhalten. „Der Affe wirkte nicht aggressiv, eher neugierig“, so die Münchnerin, die mit ihrer Tochter (7) und ihrem Verlobten (27) die Szene beobachtete. Sie empfand den Affenausbruch „aber doch auch ein wenig bedrohlich, zumal einer der Tierpfleger gesagt hat: ,Passen Sie auf, der kann einem glatt einen Arm ausreißen!’“

Die Geschäftsführerin des Augsburger Zoos, Dr. Barbara Jantschke, betont jedoch, dass bei dem Affenausbruch zu keiner Zeit ein Risiko für Menschen bestanden habe. Doch hundertprozentige Sicherheit gebe es natürlich nicht. „Wildtiere sind ja nicht immer ganz ungefährlich. Man weiß nie, was passieren kann. Aber unsere Tierpfleger haben die Besucher sehr gut kanalisiert und auf Distanz gehalten.“ Mandrill Barbarossa sei wohl orientierungslos gewesen.

Nach einer halben Stunde kehrte er selbstständig ins Gehege zurück – trotz seiner Rivalen, die dort schon auf ihn warteten.

MC

tz-Stichwort Mandrill

Der Mandrill ist ein Menschenaffe, er gehört zur Familie der Meerkatzen. Sein Lebensraum sind die Regenwälder Zentralafrikas, dazu gehören unter anderem Kongo, Kamerun und Sambia. Er soll das farbenprächtigste Säugetier sein, das es gibt, da sein Gesicht und sein Gesäß rot-blau gefärbt sind. Der Affe lebt in einer Horde mit 20 bis 30 Mitgliedern. Er wiegt ungefähr 30 Kilo und seine Eckzähne sind fast so groß wie die eines Löwen! Mandrill-Männchen gelten als sehr gefährlich. Die Art ist vom Aussterben bedroht. Der Grund ist das Abholzen der Wälder – ihres Lebensraums. Derzeit leben nur noch höchstens 1500 der farbenfrohen Affen in Freiheit .

Hätten Sie es gewusst? So alt werden Tiere

Hätten Sie es gewusst? So alt werden Tiere

Rubriklistenbild: © SF/colourbox

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lastwagen fährt mit brennendem Stroh über Bundesstraße
Durch brennendes Stroh auf einem Lastwagen-Anhänger ist im Unterallgäu ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden.
Lastwagen fährt mit brennendem Stroh über Bundesstraße
Horror-Unfall bei Lindau: Auto kracht in Friedhofsmauer, Mann stirbt
Ein Autofahrer ist in Sigmarszell (Landkreis Lindau) mit seinem Wagen gegen eine Friedhofsmauer geprallt und gestorben.
Horror-Unfall bei Lindau: Auto kracht in Friedhofsmauer, Mann stirbt
Handball-Schiri: Unfaire Trainer und Eltern der jungen Spieler machen mich sprachlos
Dominik ist Handball-Schiedsrichter in Bayern. In seinem Gastbeitrag beschreibt er zwei Erlebnisse, die er nicht vergessen wird: Schubsende Spieler, die von ihren Eltern …
Handball-Schiri: Unfaire Trainer und Eltern der jungen Spieler machen mich sprachlos
Bedrohte Defline: Tiergarten bittet um Hilfe 
Dem Vaquita-Delfin droht die Ausrottung - deshalb wirbt der Tiergarten Nürnberg um Unterstützung für eine internationale Rettungsaktion für die Meeressäuger.
Bedrohte Defline: Tiergarten bittet um Hilfe 

Kommentare