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Afghanische Flüchtlinge in Bayern und ihre Unterstützer fordern mit einer Landtagspetition einen generellen Abschiebestopp.

Landtagspetition eingereicht

Afghanische Flüchtlinge fordern Abschiebestopp

München - Seit Ende der 1970er Jahre toben Kriege in Afghanistan. Jedes Jahr sterben Tausende von Zivilisten. Afghanische Flüchtlinge fordern jetzt einen Abschiebestopp.

Afghanische Flüchtlinge in Bayern und ihre Unterstützer fordern mit einer Landtagspetition einen generellen Abschiebestopp in das vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerrissene Land. Der Bayerische Flüchtlingsrat ebenso wie die Flüchtlinge selbst warfen den deutschen Behörden am Dienstag in München vor, die Realität in Afghanistan zu ignorieren und abgeschobene Asylbewerber in ihrer Heimat einem ungewissen Schicksal auszusetzen - einschließlich Gefahr für Leib und Leben.

Rückkehrer werden oft Opfer von Kriminellen

„Viele Rückkehrer werden von den Taliban bedroht, weil sie als Spione des Westens verdächtigt werden“, sagte Tobias Klaus vom Flüchtlingsrat. Abgeschobene Flüchtlinge würden in Afghanistan zudem häufig Opfer gewöhnlicher Krimineller, die bei den Rückkehrern aus dem Westen Reichtümer vermuteten.

Bestimmte Gruppen afghanischer Flüchtlinge können bereits seit 2004 nach einem damaligen Beschluss der Innenministerkonferenz wieder abgeschoben werden - in erster Linie Straftäter, aber auch alleinstehende junge Männer. Aus Bayern wurden nach Angaben des Innenministeriums in den vergangenen Jahren nur wenige Afghanen abgeschoben - vier im Jahr 2011 und einer im Jahr 2012. „Wir sind gebunden an die Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Die afghanischen Flüchtlinge verlangen aber einen neuerlichen Abschiebestopp, weil die Sicherheitslage in Afghanistan sich nach mehreren Berichten der Vereinten Nationen seit Jahren nicht verbessert, sondern verschlechtert habe. Auch die Zahl der zivilen Todesopfer nimmt zu.

dpa

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