Islamischer Gipfel erkennt Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

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Die Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach und Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner schneiden bei Würzburg Trauben der Sorte Silvaner.

Weinlese in Franken

Minister Brunner stellt Spitzenweine in Aussicht

Würzburg - Die Weinlese in den fränkischen Anbaugebieten beginnt immer früher. Selbst späte Sorten können heuer schon Anfang September geerntet werden. Der Klimawandel macht es möglich.

Milde Temperaturen im Frühjahr, kühle Tage im August - für den Frankenwein waren das in diesem Jahr optimale Bedingungen. Deutlich früher als in den Vorjahren begann am Mittwoch die offizielle Weinlese in den fränkischen Weinanbaugebieten. „Alle Anzeichen deuten auf einen Jahrgang hin, der wieder Spitzenweine hervorbringen wird“, teilte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) in der historischen Weinbaulage „Würzburger Stein“ mit. Die Liebhaber des Frankenweins könnten sich auf einen fruchtigen und harmonischen Jahrgang mit lebendigen, hochkarätigen Weinen freuen.

Die milden Temperaturen im vergangenen Frühjahr sind nach den Worten von Frankens Weinbaupräsident Artur Steinmann der Grund für den Erntebeginn schon Anfang September. Sie führten nämlich zu einem frühen Austrieb. Vor dem Klimawandel sei es üblich gewesen, mit der Weinlese erst im Oktober zu beginnen, betonte Steinmann. Es sei diesmal aber sogar schon der Bacchus reif - diese Sorte wurde bislang meist erst Ende September geerntet. Der Regen der vergangenen Wochen habe das Mostgewicht zudem etwas reduziert. Der Alkoholgehalt werde deswegen nicht so hoch sein. „Das wird ein sehr bekömmlicher Wein“, kündigte Steinmann an.

Von der Kirschessigfliege sind die fränkischen Winzer derzeit noch nicht betroffen. „Die Fliege ist zwar in Franken angekommen, hat aber noch keine größeren Schäden angerichtet“, sagte der Weinbaupräsident. Der Schädling macht zur Zeit vor allem Winzern in Baden-Württemberg zu schaffen. Die Fliege befällt im Gegensatz zu anderen Arten derselben Gattung gesunde Früchte und verfügt über ein enormes Vermehrungspotenzial in kürzester Zeit. „Unsere Winzer sind da sehr wachsam“, versicherte Steinmann.

Der Landwirtschaftsminister stellte in Würzburg eine bessere Förderung für den Steillagenweinbau von 2015 an in Aussicht. Auch für Spezialmaschinen gebe es dann einen Zuschuss. Nach dem unterdurchschnittlichen Ernte-Ertrag im vergangenen Jahr erwartet Brunner in diesem Jahr deutlich größere Mengen. Ob es sogar eine Rekordernte werden könnte, ließ er offen: „Fußballweltmeister sind wir schon. Ob 2014 auch ein weltmeisterlicher Weinjahrgang wird - warten wir es ab.“

dpa

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