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Ilse Aigner (CSU). Foto: Sven Hoppe/Archiv

Aigner: Mittelstand hat überragende Bedeutung

München - Der bayerische Mittelstand ist nach Angaben von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) gestärkt aus der globalen Finanzkrise hervorgegangen.

Die Zahl mittelständischer Unternehmen nahm in den vergangenen fünf Jahren um gut sechs Prozent auf mehr als 600 000 zu, wie Aigner am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss des Landtags berichtete. Diese Firmen erwirtschafteten einen Umsatz von 380 Milliarden Euro - knapp 15 Prozent mehr als 2009. "Wir sind also auf einem starken Wachstumspfad unterwegs", betonte Aigner.

Sie hob die Bedeutung des Mittelstands für den Arbeitsmarkt und die Ausbildung junger Menschen hervor: Drei Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten demnach im Mittelstand. Kleine und mittlere Unternehmen stellen rund 80 Prozent der Ausbildungsplätze im Freistaat. Der Mittelstand sei der Garant für Bayerns Nähe zur Vollbeschäftigung, erklärte Aigner.

Die Ministerin räumte aber ein, dass der Mittelstand nach wie vor unter einem großen Fachkräftemangel leide. Das wolle man ändern. Die SPD-Wirtschaftsexpertin Annette Karl sieht auch die Firmen selbst in der Pflicht: Diese müssten für Bewerber attraktiver werden, beispielsweise durch mehr Familienfreundlichkeit, argumentierte sie.

Handlungsbedarf gibt es auch in Sachen Unternehmensgründungen: "Wir wollen und müssen uns entwickeln zu einem Gründerland Bayern", sagte Aigner und verwies auf entsprechende Förderprogramme unter anderem im Bereich Digitalisierung. Hier mahnte die Opposition, dass alle bayerischen Regierungsbezirke gleichermaßen profitieren müssten.

dpa

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