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Rettungskräfte stehen am Anwesen des Steinmetzes bei Ainring. Hier lagerte er die Grabsteine.

Arbeitsunfall im Berchtesgadener Land

Steinmetz von 500-Kilo-Grabstein erschlagen

Ein in der ganzen Region bekannter Steinmetz ist am Zweiten Weihnachtsfeiertag im oberbayerischen Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land) von einem Grabstein erschlagen worden.

Ainring - Was für eine Tragödie! Ein Steinmetz ist im Berchtesgadener Land von einem Grabstein erschlagen worden. Jede Hilfe kam zu spät. Der 40-Jährige starb noch an der Unfallstelle. 

Es ist der zweite Weihnachtsfeiertag, als Andi W. (Name geändert) auf seinem Hof nach draußen geht, er will ein paar Dinge auf dem Hof erledigen. Der Steinmetz, der am Ulrichshögl bei Ainring im Berchtesgadener Land wohnt, genießt die Aussicht. Der Nebel liegt noch über dem Tal, es ist 8 Uhr morgens. Andi W. will seine Hühner füttern. Ihre Ställe sind hinter dem Haus, hier lagert er auch seine Grabsteine. Für sein Handwerk ist sein Familienbetrieb in der ganzen Region bekannt. Seit Jahrzehnten ist seine Familie im Steinmetz-Gewerbe. Ein uralter Sandsteinsteinstock ziert den Hof, er stammt aus dem Jahr 1908.  

Grabstein-Tragödie geschieht beim Füttern der Hühner

Neben dem Hühnerstall sind 50 schwere Grabsteine auf Paletten aufrecht aufeinandergestapelt gelagert. Gerade als der 40-Jährige seinen Hühnern im abschüssigen Gelände Futter zuwirft, passiert die schreckliche Tragödie. Einer der 500 Kilogramm schweren Steine kippt um - und begräbt Andi W. unter sich. 

Erst gegen 10.45 Uhr findet eine Nachbarin den Steinmetz begraben unter dem Stein. Er ist nicht mehr ansprechbar. Sie ruft sofort die Rettung, die Familie eilt zur Hilfe. Gemeinsam versuchen sie, den Grabstein von Andi W. zu hieven. Doch der ist viel zu schwer. Nur mit viel Anstrengung schaffen sie es, Andi W. unter dem Stein hervorzuziehen. Doch alle Reanimations-Maßnahmen sind vergebens, der 40-Jährige stirbt. Die Polizei untersucht die Unfallstelle, Fremdverschulden schließt sie aus. Familie und Freunde können den Tod von Andi W. nicht fassen. „Einfach nur traurig“, schreibt ein Freund im Internet.

tz/mm

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