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Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger.

Gleichzeitig Schelte für Seehofer

Aiwanger will „10 plus X“ holen - und mit der CSU regieren

Fürth - Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Die Gunst der Stärke nutzt er um Seehofer anzugreifen.

Auf einer Landesversammlung am Samstag in Fürth wurde er mit 89 Prozent wiedergewählt. Vor zwei Jahren hatte er 91 Prozent bekommen. „Ich bin begeistert“, sagte Aiwanger. „Danke für das Ergebnis.“

„Bayern braucht starke Freie Wähler“, hatte Aiwanger den Delegierten in seiner Rede zugerufen - und das politische Engagement der Freien Wähler weit über die kommunale Ebene hinaus verteidigt. Von der Landes- über die Bundes- bis zur Europapolitik wollten die Freien Wähler „alle Ebenen mit unserer Vernunft besetzen“, betonte er.

Ziel bei der nächsten Wahl seien 10 Prozent plus X zu holen. „Wir wären gerne in der Regierung“, sagte Aiwanger. „Aber nicht um jeden Preis.“ Eigene zentrale Themen wollten die Freien Wähler nicht aufgeben. „Kröten“ wie die dritte Startbahn in München werde man nicht schlucken.

Aiwanger: Seehofer regiert an den Leuten vorbei

Der CSU-Staatsregierung warf Aiwanger eine falsche Politik in zentralen Politikbereichen vor. „Es werden viele Weichen falsch gestellt“, sagte Aiwanger. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) solle „nicht systematisch an den Leuten vorbei regieren“, forderte Aiwanger angesichts des Eintretens der Staatsregierung für das umstrittene europäisch-kanadische Freihandelsabkommen Ceta. 

„Frag' Dein Volk, wie es dazu steht“, rief er Seehofer zu. Darüber hinaus sprach sich Aiwanger erneut und vehement gegen die geplante dritte Startbahn am Münchner Flughafen und gegen die geplanten Stromautobahnen von Nord- nach Süddeutschland aus - und für eine regionale Energiewende.

dpa

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