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Aiwanger: Hunderte neue Windräder in Bayern möglich

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Windkraft
Windräder stehen auf einem Feld in Niedersachsen. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hält den schnellen Ausbau der Windkraft in Bayern mit „mehreren Hundert“ Windrädern für möglich. Es gehe nicht darum, die umstrittene 10-H-Regelung komplett zu kippen, sondern darum, „vernünftige, gezielte Ausnahmen“ zuzulassen. „Wir wollen maximalen Anwohnerschutz dort, wo Windkraftanlagen nicht hingehören“, sagte Aiwanger am Donnerstag nach einem Treffen mit Bundesklimaschutzminister Robert Habeck (Grüne).

München - Es gebe genügend Standorte, wo ein vernünftiger Ausbau möglich sei, sagte Aiwanger. Zuvor hatten Umweltorganisationen wie der Bund Naturschutz (BN) und auch Wirtschaftsverbände darauf hingewiesen, dass der Ausbau von Windenergie in Bayern möglich sei. Derzeit stehen im Freistaat nach Aiwangers Angaben rund 1100 Windräder. Damit liegt Bayern als flächenmäßig größtes Bundesland nicht im vorderen Bereich im Ranking der Bundesländer.

Nach dem Erlass der 10-H-Regelung, die den Bau von Windkraftanlagen nur in Ausnahmefällen erlaubt, wenn sie nicht mindestens das Zehnfache ihrer Höhe in Metern an Abstand zur Wohnbebauung haben, war der Ausbau der Technologie praktisch zum Erliegen gekommen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) führt den Umstand allerdings unter anderem auf topografische Hemmnisse im Vergleich zum Norden Deutschlands zurück, die 10-H-Regelung sei nur einer von mehreren Gründen für das Stottern des Ausbaus.

Habeck sagte, es sei wichtig, dass der Ausbau nun ins Laufen komme, nachdem „alles zusammengebrochen“ sei und es nicht einmal mehr Anträge auf Neubauten gebe. Danach müsse man Schritt für Schritt weiter voranschreiten. „Dann werden wir jedes Jahr schauen, wo wir stehen, wie es weitergeht, und das genau monitoren“, sagte der Grünen-Vorsitzende. dpa

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