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Corona-Zahlen in Bayern bleiben hoch: Jetzt schon acht Kreise über der Inzidenz von 3000

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Von: Tanja Kipke

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Augsburg, Bavaria, Germany - 07 June 2021: Doctor in protective clothing performs Covid 19 rapid test *** Arzt in Schut
Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen weiter an. © Michael Bihlmayer/imago

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter an. Holetschek warnt vor einer hohen Klinikauslastung und kritisiert den Bund scharf. Alle News im Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle Nachrichten zum Coronavirus in Bayern lesen Sie hier.+++

Update vom 23. März, 6.36 Uhr: Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Corona-Inzidenz für Bayern ist minimal gesunken. Im Vergleich zum Rekordwert des Vortags ging sie um 2,5 auf 2183,4 zurück, wie das RKI am Mittwochmorgen mitteilte. Das ist der zweithöchste je für Bayern gemeldete Wert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus um 70 auf insgesamt 22.213 seit Pandemiebeginn. Markus Söder hat sich aufgrund der hohen Corona-Zahlen über die Lockerungen gewundert (siehe vorheriges Update).

Corona-Zahlen in Bayern: Acht Kreise und Städte über 3000

Am Sonntag lagen noch vier Kreise über einem Wert von 3000, jetzt sind es acht.

Update vom 22. März, 21.35 Uhr: In einer Online-Fragerunde mit Markus Söder auf Instagram ging es unter anderem um die aktuelle Corona-Lage in Bayern.  „Warum jetzt Lockerungen: Das macht der Bund, hab mich auch gewundert“, stellte Söder dort gleich zu Beginn klar. Für ihn steht fest: „Der jetzige Ausstieg führt zu erheblichen Problemen.“

Ursprüngliche Meldung vom 22. März:

München – Zeitgleich mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Bayern steigen die Infektionszahlen weiter an. Das Robert Koch-Institut in Berlin meldete am Dienstag 41.298 neue Corona-Fälle im Freistaat, die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz* stieg binnen 24 Stunden von 2134,4 auf 2185,9. 50 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit der Viruskrankheit.

Corona in Bayern: Söder-Minister warnt vor hoher Klinikauslastung

Das bayerische Kabinett um Markus Söder* tagte am Dienstag (22. März) zur Corona-Lage digital und besprach sich wegen des Ukraine-Konflikts*. Die Ergebnisse der Beratungen nach der Video-Schalte können Sie hier nachlesen. Neue Corona-Beschlüsse wurden nicht getroffen. Allerdings appellierte Gesundheitsminister Klaus Holetschek nochmals an die Ampel-Regierung, bei der beschlossenen Hotspot-Regeln „nachzujustieren“.

Auf den Intensivstationen gebe es bereits eine hohe Belastung, so Holetschek. „Die Normalstationen laufen relativ schnell voll.“ Momentan falle auch vermehrt Pflegepersonal wegen Corona* aus. Daher habe man sich entschlossen, die Quarantäne für Pflegepersonal zu verkürzen, wenn die betroffene Person 48 Stunden lang symptomfrei ist.

Corona: Neue Hotspot-Regelung der Ampel stößt auf Kritik

Holetschek kritisierte die Ampel-Regierung und Justizminister Buschmann im Hinblick auf den beschlossenen „Freedom Day“ scharf: „Wenn nach dem 2. April die Zahlen steigen, liegt die Verantwortung beim Justizminister“, sagte Holetschek. „Wir wünschen uns alle recht sichere und einheitliche Vorgaben, um Maßnahmen zu treffen, wenn sie notwendig sind“. Die Meinungen und öffentlichen Äußerungen gingen auseinander, ob man im Notfall auch ein ganzes Bundesland zum Hotspot erklären könnte. Diesen Widerspruch müssten die Ampel-Parteien dringend auflösen. Man befinde sich aktuell in einem äußerst unbefriedigenden Zustand.

Die Hotspot-Regelung sei von der Regierung jedoch nicht klar definiert, er forderte daher ein „Nachjustieren“. Es gebe noch zu viele offene Fragen bei der Umsetzung. „Geht es um die Hospitalisierung? Geht es um die Auslastung der Krankenhäuser? Geht es um den R-Wert?“. Man könne die Länder doch nicht einfach so stehen lassen. Die Meinungen und öffentlichen Äußerungen gingen auseinander, ob man im Notfall auch ein ganzes Bundesland zum Hotspot erklären könnte. Diesen Widerspruch müssten die Ampel-Parteien dringend auflösen. Man befinde sich aktuell in einem äußerst unbefriedigenden Zustand.

Video: Freedom Day verschoben: Das sind Bayerns Corona-Regeln ab Samstag

Corona in Bayern: Staatliche Unterstützung für Schausteller

In der heutigen Kabinettssitzung wurden zudem neue Hilfeleistungen für Schausteller beschlossen. Die Sonderhilfe für Weihnachtsmärkte wird auf Volksfeste ausgedehnt. Damit werden künftig auch Marktkaufleute und Schausteller, die vom Verbot der Volksfeste betroffen waren, mit einem fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von 1500 Euro unterstützt.

Holetschek brachte als mögliche Lösung für das Corona-Regel-Dilemma auch ins Gespräch, die Übergangsfrist, die eigentlich am 2. April ausläuft, angesichts der aktuellen Corona-Zahlen zu verlängern. Diese Frist ist allerdings ausdrücklich im neuen Infektionsschutzgesetz festgeschrieben worden. Wie es nach dem 2. April weitergeht, ist also noch offen. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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