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Ein Polizeiauto steht vor der Schule, in der drei Jugendliche festgenommen wurden.

Alarm in Landshut: Mit Waffe zur Schule

Landshut - Mit einem Großaufgebot ist am Freitagvormittag die Polizei an einer Landshuter Schule angerückt. Drei offenbar bewaffnete Jugendliche wurden festgenommen.

Rund einen Monat nach dem Amoklauf von Ansbach haben am Freitag Jugendliche mit einer sogenannten Softair-Waffe an einer Landshuter Schule einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein 16 und zwei 17 Jahre alte Jugendliche wurden vorläufig festgenommen, die Pistole wurde in der Schule sichergestellt, wie die Straubinger Polizei berichtete. Die frei verkäuflichen Softair-Waffen verschießen mit Druckluft Plastikkugeln und werden von Waffenfans für militärische Spiele verwendet.

Die Softair-Waffe.

Gegen 10.00 Uhr hatte eine 53-jährige Frau auf dem Pausenhof der Landshuter Volkshochschule die beiden 17-Jährigen beobachtet, wie sie mit der täuschend echt aussehenden Waffe hantierten. Die Zeugin alarmierte sofort die Polizei. Dies führte zu einem Einsatz wegen eines möglichen Amoklaufs, die Schule wurde weiträumig abgesperrt. Der Einsatz sei sehr schnell angelaufen, berichtete Polizeisprecher Klaus Pickel. "Wir hatten bereits drei Minuten nach der Meldung vier Streifenwagen direkt an der Schule gehabt."

Die Polizei brachte die rund 500 Schüler aus dem Gebäude und durchsuchte das Haus. Die Beamten fanden dabei die Pistole im Rucksack des einen 17-Jährigen. Die Tasche war in einem Raum abgestellt. Der Jugendliche hatte die Waffe bereits am Vortag in die Schule mitgenommen und auf die Tafel in seinem Klassenzimmer gefeuert.

Die drei Jugendlichen besuchen die 9. Klasse und an der Volkshochschule ein spezielles Fortbildungsprojekt. Nach den Vernehmungen wurden sie wieder freigelassen. Laut der Stadt Landshut wurde bei der Volkshochschule nach der Alarmierung sofort ein Notfallplan umgesetzt.

Die Schulleitung und die Polizei hätten vorbildlich reagiert, erklärte Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) laut Mitteilung. Durch die Alarmierung seien einige Jugendliche allerdings gehörig in Schrecken versetzt worden. Die nächsten Tage müsse sich deshalb besonders um die Schüler gekümmert werden.

dpa

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