Ein Albino-Reh wie dieses hier ist wohl

Albino-Rehbock tot

Obernzell - Trauriges Ende eines seltenen Albino-Rehbocks im Bayerischen Wald: Das Tier ist wohl überfahren worden. Vier weitere Abkömmlinge der Rehfamilie will Tierschützer Michael Aufhauser retten.

Kein Jäger traute sich bis vor kurzem, den tödlichen Schuss zu geben, denn eine Legende erzählt: „Der Jäger, der ein weißes Reh schießt, stirbt innerhalb eines Jahres.“ Just diese Woche wollte den weißen Rehbock aber ein Trophäen-Jäger schießen.

Doch das Albino-Tier ereilte jetzt ein profanes Schicksal: Er wurde offenbar bei Obernzell im Bayerischen Wald von einem Auto überfahren. Das berichtete gestern Jagdpächter Hans Urmann (65). Er brauche allerdings noch eine letzte Bestätigung, dass es auch dieser eine Rehbock war. „Das Revier ist 1200 Hektar groß. Momentan wandern die Tiere, sie suchen nach neuen Territorien“, sagt Jäger Hirsch. Zwölf Jahre alt war das Tier. Doch dann hatte es Urmann verkauft – an einen Trophäenjäger aus Augsburg, Wie berichtet, hatte sich der Tierschützer Michael Aufhauser für die Rettung eingesetzt. Er bot an, ihn ins große Reh- und Hirschgehege von Gut Aiderbichl in Kärnten zu bringen oder ihn als Tierpate in seinem Heimatwald im Bayerischen Wald leben zu lassen.

Seine Hoffnung ruht nun auf den Abkömmlingen des weißen Rehbocks. Zwei „Jährlinge“ soll es geben, die im vergangenen Jahr geboren wurden, dazu eine weiße Rehgeiß und ein weißes Kitz. Er will versuchen, das weiße Rehwild mit einem Betäubungsgewehr zu schießen und nach Aiderbichl bringen. Hirsch sagt: „Es ist machbar.“ Allerdings werde es vielleicht Monate dauern, bis er die Tiere erspäht habe und sich auf die nötigen 30 bis 40 Meter Distanz nähern könne, um sie zu betäuben.

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