Allgäuer rettet Unternehmen mit "Abwrackprämien-Spiel"

Haldenwang - Mit einem Gesellschaftsspiel zur Abwrackprämie hat ein Allgäuer seinen Betrieb mit zwölf Mitarbeitern zunächst vor der Insolvenz gerettet.

Der Maschinenbau-Betrieb von Rüdiger Schenke in Haldenwang im Oberallgäu baut Maschinen für die Zulieferer der Automobilindustrie. "Wir haben durch die Krise fast 100 Prozent der Aufträge verloren und wären auf die sichere Insolvenz zugesteuert", sagte Rüdiger Schenke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er entwickelte das Spiel "Abwrackprämie - Mach was draus!" Mit dem Absatz der ersten 7000 Spiele habe er die drohende Pleite vorerst abwenden können, sagte er.

Schon im Frühjahr hatte Schenke die Idee, Nutznießer der Abwrackprämie zu werden. Da die Krise offenbar keine Auswirkungen auf die Spielzeugindustrie hatte, wollte er sein Glück in der Branche versuchen. "Ich dachte mir, das probiere ich einfach mal. Und da zu der Zeit die Abwrackprämie für Zündstoff sorgte und in aller Munde war, habe ich beides miteinander verbunden", sagte Schenke. Am Küchentisch habe er das Spiel gemeinsam mit seiner Familie entwickelt.

Gespielt wird mit Würfeln und kleinen Autos, die Schenke in Eigenproduktion herstellt. Das Ziel für maximal vier Spieler ist, so viele Autos wie möglich abzuwracken. Mit etwas Würfelglück und guter Strategie gewinnt, wer die meisten und teuersten Neuwagen in seiner Garage hat. "Es ist eine Mischung aus Mensch-ärgere-dich-nicht und Monopoly", erklärte Schenke. Sollte er mit seiner Erfindung Erfolg haben und die Wirtschaft wieder anziehen, will der Unternehmer zur Produktion des Spiels zusätzliches Personal einstellen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei fasst Rauschgiftbande
Die Rauschgiftfahnder hatten Hinweise auf einen 28-jährigen Drogendealer aus der Region Coburg, der am Sonntag Crystal aus Tschechien nach Bayern bringen wollte. Bei …
Polizei fasst Rauschgiftbande
Laster drückt 62-Jährigen gegen Wand - schwer verletzt
Ein 40-Tonner rollte auf einem Betriebshof von alleine los und drückte einen 62-Jährigen gegen eine Wand. Er sah den LKW nicht kommen. 
Laster drückt 62-Jährigen gegen Wand - schwer verletzt
Nach Tschernobyl: So verseucht sind unsere Pilze noch
Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Pilzarten in Bayerns Wäldern noch immer stark radioaktiv verseucht. Einige Regionen …
Nach Tschernobyl: So verseucht sind unsere Pilze noch
Paketzusteller ohne Führerschein rast in Radarfalle
Bereits seit zwei Jahren gibt es ein Fahrverbot gegen einen Paketzusteller. Doch dieser hatte seinen Führerschein nie abgegeben. Nun wurde er erwischt - als er in eine …
Paketzusteller ohne Führerschein rast in Radarfalle

Kommentare