Verletzungen vermeiden

Studie bestätigt: Fahrradhelm rettet Leben

München: Bei fast einem Drittel der schweren Radlunfälle erleiden die betroffenen schwere Kopf- und Hirnverletzungen. Ein Helm kann das Risiko um die Hälfte reduzieren.

Nahezu 30 Prozent der schweren Fahrradunfälle enden mit schweren Kopf- und Hirnverletzungen der Radler. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Allianz Zentrums für Technik, das einige tausend Fälle aus den vergangen Jahren analysiert hatte.

„Bei einem Fahrradunfall ist ein Helm der einzige Schutz für den Kopf. Die Wahrscheinlichkeit, eine Gehirnverletzung zu erleiden, liegt ohne Helm mehr als doppelt so hoch wie mit Helm. Deshalb sollte man nicht nur bei länger dauernden und vorausgeplanten Überlandtouren einen Helm tragen, sondern bei jeder Fahrt mit dem Rad“, riet der Leiter des Zentrums, Christoph Lauterwasser, in München.

Er zitierte Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen 2013 die Zahl der getöteten Radfahrer um fast 13 Prozent und der schwer verletzten Radler um fast fünf Prozent sank.

Nur 13 Prozent der Radler mit Helm unterwegs

Allerdings trügen nur 13 Prozent der Radler einen Helm. Bei den 11- bis 16-Jährigen seien es 29 Prozent. Doch gerade bei ihnen gelte der Schutzhelm bei Fahrten im Alltag als „uncool“ und werde oft nur als Sportkleidung angesehen. Nach einer Erhebung der Rechtsmedizin der Charité Berlin hätten nur drei von 100 getöteten Radfahrern zum Unfallzeitpunkt einen Helm getragen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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