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Die Bergwacht Marktschellenberg war, zusammen mit der Canyoning-Gruppe der Wasserwacht und dem Kriseninterventionsteam, mit insgesamt 18 Personen im Einsatz

In Almbachklamm abgerutscht

Schrecklicher Unfall: Zweijährige stirbt

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Marktschellenberg – Tragisches Unglück in der Almbachklamm im Berchtesgadener Land: Ein zweijähriges Mädchen ist dort am Freitag tödlich verunglückt. Schon mehrmals gab es Unfälle in der Klamm.

Im Internetauftritt der Gemeinde Marktschellenberg (Kreis Berchtesgadener Land) klingt der Besuch der Almbachklamm nach einem harmlosen Spaß: Der Steig sei „gut gesichert“, die Wanderung durch die drei Kilometer lange Klamm müsse der Urlauber unbedingt erlebt haben.

Doch am Freitag endete der Wanderausflug eines zweijährigen Mädchens mit seinen Eltern tödlich. Die deutsche Urlauberfamilie, deren genaue Herkunft die Polizei nicht bekannt gibt, befand sich gegen 11.20 Uhr zwischen Brücke 10 und 11, als das Kind aus bislang ungeklärter Ursache vom Weg rund 14 Meter tief in ein Wasserloch (Gumpe) des Gebirgsbaches abstürzte. Ob es abrutschte, ob die Klamm an dieser Stelle gut befestigt ist oder ungesichert, all das ist unklar. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt.

Bilder des Unglücks

Zweijähriges Mädchen stürzt in den Almbach ab und stirbt

Nach dem Unfall kam es zu dramatischen Szenen: Der Vater des Kindes, so schildert es BRK-Sprecher Markus Leitner, sprang sofort hinterher und schaffte es tatsächlich, seine Tochter aus dem eiskalten Wasser zu ziehen. Auch andere Wanderer stiegen hastig zum Bachbett hinunter und halfen. Das Kind konnte von Einsatzkräften, die vom Hubschrauber „Christophorus 6“ abgesetzt worden waren, tatsächlich wiederbelebt werden. Mit einem Tau wurde das Mädchen aus der Klamm geflogen und an einem Zwischenlandeplatz medizinisch versorgt. Dort waren indes weitere Wiederbelebungsversuche erfolglos – die Zweijährige starb.

Ein Kriseninterventionsteam des BRK musste den Vater und die Ersthelfer erst einmal über den Steilhang zurück zum befestigten Weg bringen, ehe es sich um die psychologische Betreuung kümmern konnte.

Bereits im Juli war ein 59-jähriger Tourist aus Niedersachsen verunglückt. Er rutschte damals kurz vor Brücke 14 in die Klamm und verletzte sich schwer.

dw

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