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Brutale Weidetiere: Mit Huftritten oder Kopfstößen haben sie den 72-Jährigen aus Bad Reichenhall getötet.

Die Untersuchung beweist: Rinder trampelten den Wanderer tot

Bad Reichenhall - Das Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin lässt keinen Zweifel:

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Wanderer tot auf Almweide gefunden

Der 72-Jährige, der am Donnerstag tot auf einer Weide nahe der Padinger Alm bei Bad Reichenhall (Kreis Berchtesgadener Land) entdeckt worden war, ist von einem Stier und ein paar Ochsen getötet worden. Zunächst kursierte das Gerücht, dass der Wanderer Max W. wohl einer Herzattacke oder einer Kreislaufschwäche erlegen war. Auch der Wirt der Padinger Alm war sich sicher: „Die Viecher, die bei uns heroben auf der Weide stehen, sind lammfromm, die tun keinem Menschen was zu Leide.“ Doch nach der Obduktion geht die Kripo davon aus, dass der 72-Jährige von den Tieren regelrecht „angefallen“ und dann durch mehrere massive Huftritte und Kopfstöße schwer verletzt wurde.

Was am Donnerstag genau passiert ist, ist ungeklärt. Max W. kannte die Gegend gut. Er liebte die Natur und die Berge und fühlte sich offenbar sicher, als er am Unglückstag zum Brombeerpflücken über den Weidezaun stieg. Der 72-jährige ehemalige Fußballer galt als körperlich topfit. Warum konnte er einem Angriff nicht ausweichen und flüchten? Die Rettungskräfte erlebten die Tiere friedlich, zogen sich aber sicherheitshalber zurück, als sie sich näherten. „Aber die waren nur neugierig wegen unserer roten Kleidung“, schildert ein Sanitäter. In Bad Reichenhall machte die Nachricht vom Ochsenangriff gestern schnell die Runde. Viele Bürger kannten Max W. gut. Jahrelang leitete der Metzger als Mitarbeiter des städtischen Bauhofs den Wertstoffhof der Gemeinde. Alle mochten den hilfsbereiten Mann, der sich in den letzten Jahren um seine pflegebedürftige Frau gekümmert hatte.

wdp

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