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Unter den Fingernägeln von Mannichl wurde nach dem Attentat nicht nach möglichen DNA-Spuren des Täters gesucht. Der Fall ist bis heute nicht geklärt.

Weitere Ermittlungspannen im Fall Mannichl

Passau - Bei den Ermittlungen zu dem Attentat auf den früheren Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat es eine weitere Panne gegeben.

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Der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch räumte gegenüber der Hamburger Wochenzeitung “Zeit“ (Donnerstag) ein, dass nach dem Messerangriff unter den Fingernägeln von Mannichl nicht nach möglichen DNA-Spuren des Täters gesucht worden ist. Normalerweise wird bei solchen Verbrechen unter den Fingernägeln des Opfers routinemäßig nach Genspuren geschaut. Mannichl hatte nach eigener Aussage mit dem bis heute unbekannten Täter kurz gerangelt.

Bereits früher sind etliche Ermittlungspannen in dem Fall bekanntgeworden. So hatte die Kripo zunächst auch nicht alle Spuren in Tatortnähe gesichert und nach mehreren Tätowierten gesucht, die wohl nichts mit dem Verbrechen zu tun hatten. Laut dem “Zeit“-Bericht ist unmittelbar nach der Tat auch versäumt worden, im benachbarten Österreich nach dem Täter zu fahnden.

Mannichl war im Dezember 2008 vor seinem Haus in Fürstenzell niedergestochen und schwer verletzt worden. Nach Auflösung der Passauer Polizeidirektion arbeitet er nun im niederbayerischen Polizeipräsidium in Straubing. Mannichl selbst vermutet hinter dem Anschlag einen Racheakt von Rechtsextremisten.

dpa

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