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CSU-Politiker Alois Glück soll Katholiken-Präsident werden.

Alois Glück soll Katholiken-Präsident werden

München - Der CSU-Politiker Alois Glück soll an die Spitze des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) rücken. Das empfiehlt der Hauptausschuss der Laienorganisation der Vollversammlung.

Der frühere Präsident des Bayerischen Landtags soll als Nachfolger des langjährigen Präsidenten Prof. Hans Joachim Meyer von der ZdK-Vollversammlung am 20. November in Bonn gewählt werden. Mit der Entscheidung für Glück ist auch der Streit mit den Bischöfen beigelegt, die mit einem Veto die Wahl eines anderen Kandidaten vor einem halben Jahr verhindert hatten. Glück sei zur Kandidatur bereit, teilte das ZdK am Freitag in Bonn mit. Die Entscheidung für ihn im Hauptausschuss sei mit überwältigender Mehrheit gefallen.

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Es sei auch zu erwarten, dass die Deutsche Bischofskonferenz seine Wahl bestätigen werde. Einen Gegenkandidaten zu Glück gibt es nicht. Meyer scheidet nach zwölf Jahren aus dem Amt. Nach dem Zerwürfnis mit der Bischofskonferenz hatte die ZdK- Vollversammlung im Mai die Wahl des neuen Präsidenten auf November verschoben. Die Bischöfe hatten in einem bislang einmaligen Vorgang zuvor den ZdK-Kandidaten Heinz-Wilhelm Brockmann abgelehnt. Brockmann erklärte inzwischen laut ZdK, nicht erneut zu kandidieren. Er werde die Kandidatur von Glück unterstützen.

Kandidatenaufstellung und Wahl sind eigentlich Sache des ZdK. Nach den Statuten des ZdK muss ein von der Vollversammlung gewählter Präsident aber durch die Bischöfe bestätigt werden. Üblicherweise wird diese Bestätigung schon vor der Wahl eingeholt. Brockmann ist Mitbegründer des Vereins “Donum Vitae“ (Geschenk des Lebens), der eine katholisch geprägte Schwangerenkonfliktberatung anbietet.

Die Bistümer in Deutschland mussten auf Weisung von Papst Johannes Paul II. vor Jahren aus dem System der staatlichen Beratung aussteigen. Daraufhin formierte sich die Laien-Organisation “Donum Vitae“, die den zur straffreien Abtreibung notwendigen Schein ausstellen kann. Die Diözesen bieten zwar Beratung an, stellen aber keinen Schein aus.

dpa

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