Zwei Münchnerinnen mussten mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 gerettet werden.
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Zwei Münchnerinnen mussten mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 gerettet werden.

Hubschrauber musste mehrmals anfliegen

Zwei Münchnerinnen stecken am Hochthron-Klettersteig fest - Wetterverhältnisse machen Rettung schwierig

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Zwei Münchnerinnen steckten am Samstag am Untersberg fest. Der Rettungseinsatz für sie gestaltete sich aber schwieriger als erwartet.

Marktschellenberg - Zu einem besonders schwierigen Einsatz brachen die Retter der Marktschellenberger Bergwacht am Samstagmittag auf. Zwei Münchnerinnen* - 25 und 31 Jahre alt - steckten am Untersberg auf dem Hochthron-Klettersteig fest. Die Bergretter taten sich aber anfangs schwer, den Frauen zu Hilfe zu kommen.

Rettungseinsatz in Marktschellenberg: Nebel verhindert eine Hubschrauberrettung

Die beiden Bergsteigerinnen waren gegen Mittag am mittleren Drittel des Steigs angekommen, als sie feststellten, dass sie aufgrund der Schneeverhältnisse nicht mehr weiterkamen. Für sie ging es weder vor noch zurück, schreibt die Bergwacht* in einer Pressemitteilung. Die beiden Münchnerinnen entschieden sich deshalb, einen Notruf abzusetzen. Sofort machten sich die Rettungshubschrauber* „Christoph 14“ der Bergwacht und „Edelweiß 6“ der Polizei aus Traunstein auf die Suche nach den Frauen.

Dies gestaltete sich jedoch schwierig, denn der Steig lag unter einem dicken Nebelschleier. Die Retter konnten die Münchnerinnen zunächst nicht entdecken und die Temperaturen auf der schattigen Seite des Berges führten dazu, dass sie auszukühlen drohten. Es war also Eile geboten. Deshalb entschied man sich zwei ortskundige Bergretter auf dem Gipfelgrat abzusetzen. Die stiegen dann - mit dem Seil gesichert - über 200 Meter hinab zu den Frauen. Auch das war kein leichtes Unterfangen.  Sie mussten sich zunächst wegen der abschnittsweise am Grat bis zu drei Meter überhängenden Schneewechten eine sichere Stelle für den Zustieg in die Felswand suchen.

Rettungseinsatz in Marktschellenberg: Wetterbesserung führte zum Erfolg

Währenddessen flog der Rettungshubschrauber fünf weitere Bergretter auf den Scheibenkaser, die von unten den hilfebedürftigen Kletterinnen entgegenkamen. Als „Christoph 14“ auf dem Großparkplatz am Königssee wieder mit Kerosin aufgetankt wurde, lichtete sich der Nebel. So konnte er nun den Klettersteig anfliegen und die beiden Frauen sowie die Retter aus der Steilwand befreien.

Die restlichen fünf Bergretter stiegen wieder zum Scheibenkaser ab und wurden dort von der bereits früher zur Ablösung von „Christoph 14“ nachgeforderten Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ mit der Winde aufgenommen und ins Tal geflogen. Die beiden Geretteten waren leicht unterkühlt, aber ansonsten unverletzt. (tel) *Merkur.de und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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