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Der "Schicksalsberg" Watzmann.

Drei Bergsteiger tödlich verunglückt

Berchtesgaden/Rosenheim - Tragisches Wochenende in den bayerisch-österreichischen Alpen: Bei Touren am Watzmann, an der Alpspitze und im Vorarlberg sind am Wochenende drei Bergsteiger ums Leben gekommen.

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Watzmann: Das 100. Opfer der Schicksals-Wand

Ein 52 Jahre alter Mann kam an der Watzmann-Ostwand starb nahe Ramsau bei Berchtesgaden (Landkreis Berchtesgadener Land). Seit der Erstbegehung im Jahr 1881 ist er das 100. Todesopfer an der bekannten Alpen-Felswand, wie das Rote Kreuz in Bad Reichenhall am Sonntag mitteilte.

Der 52-jährige Mann aus dem Landkreis Rosenheim war am Samstag mit einer Seilschaft in der Ostwand unterwegs, als in rund 1900 Metern Höhe ein Felsblock abbrach und ihn in die Tiefe riss. Er stürzte etwa 100 Meter tief auf ein Felsband und war den Angaben zufolge vermutlich sofort tot. Bergretter konnten nur noch seine Leiche bergen.

Tödlich endete auch für einen 75-Jährigen eine Bergtour an der Alpspitze bei Garmisch-Partenkirchen. Der Mann befand sich mit zwei Freunden auf einer Kletterroute an der Nordwand des Berges. An einer schwierigen Stelle der Tour sank der Mann leblos ins Seil. Ein Sturz hatte sich zuvor aber nicht ereignet, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag mitteilte. Seine Kameraden riefen Hilfe und seilten den 75-Jährigen auf ein Felsband ab. Beim Eintreffen eines Rettungshubschraubers war der Mann bereits tot.

Ebenfalls am Samstag kam ein 68-jähriger Mann aus Achern (Baden- Württemberg) nahe Lech am Arlberg (Österreich) ums Leben. Er war mit drei Begleitern unterwegs. Nach Besteigung der Braunarlspitze wollte die Gruppe über eine markierte Route auf der Südseite des Berges weiter zu einer Hütte, als der Mann stürzte und rund 30 Meter in die Tiefe fiel. Einer der Begleiter alarmierte Retter, der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen. Bei dem Sturz hatte er sich tödliche Schädelverletzungen zugezogen.

Im Dötzenkopf-Gebiet (Landkreis Berchtesgadener Land) rettete die Bergwacht am Sonntag einen erschöpften Wanderer. Weil er sich verlaufen und am Fuß leicht verletzt hatte, hatte der 61-Jährige per Handy Hilfe gerufen. Er wurde nach Angaben des Roten Kreuzes mit einem Rettungshubschrauber ins Tal geflogen.

Einen Großeinsatz mit glimpflichem Ende lösten bereits am Samstag zwei Bergsteiger aus Würzburg am Watzmann aus. Ein einheimischer Berggeher hatte die Bergwacht alarmiert, weil er zwei dehydrierte und erschöpfte Bergsteiger in dem Gelände entdeckt hatte. Weil die Besatzung eines Rettungshubschraubers die beiden Männer zunächst nicht entdecken konnte, wurde ein Bergwachtmann in dem Gelände abgesetzt, um sie zu suchen, wie das Bayerische Rote Kreuz am Sonntag mitteilte. Auch ein Transporthubschrauber der Bundespolizei wurde hinzugezogen, der zwei weitere Mannschaften absetzte. Wie sich bei weiteren Nachforschungen herausstellte, waren die beiden Männer bereits am Freitagmorgen zur Überschreitung der Watzmannspitzen aufgebrochen.

Der einheimische Berggeher entdeckte die beiden völlig erschöpften Männer schließlich an unterschiedlichen Stellen in dem Gelände und gab ihnen zu trinken. Dadurch erholten sich die Männer, wollten sich an den Abstieg machen und waren zunächst nicht mehr auffindbar. Als die Bergwacht sie schließlich nach aufwendiger Suche entdeckte, lehnten sie zunächst jede Hilfe ab. Schließlich gaben sie aber zu, die beiden Gesuchten zu sein.

dpa

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