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E-Bikes auf dem Vormarsch  - Ladestationen auf den Bergen sind jedoch umstritten. Der Deutsche Alpenverein lehnt mit großer Mehrheit solche Stationen ab.

Alpenverein will Ladestationen verbieten lassen

Widerstand gegen alpinen Motorsport: E-Bikes in den Bergen unerwünscht

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Im Sommer hatte bereits die Alpenvereinssektion München E-Bikes auf den Berghütten ausgebremst. Jetzt zieht die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins nach und appelliert an alle Sektionen, das Aufladen von Akkus auf Berghütten künftig zu untersagen.

München/Bielefeld – Der Ansturm auf die Alpen steigt und steigt. Nicht nur auf zwei Beinen erklimmen die Bergfreunde luftige Höhen, sondern immer mehr auf zwei Rädern. Wenn schon die Mountainbikes nicht selten zu Konflikten mit Wanderern und Bergsteigern führen, sorgen elektrische Bikes erst recht für Streit. Denn durch die Motorisierung schaffen es immer mehr Menschen auf die Berge. Der sogenannte Nutzungsdruck steigt.

Sektion München hat im Juni vorgelegt

Auf seiner Hauptversammlung in Bielefeld hat am Wochenende der Deutsche Alpenverein (DAV) die Debatte mit einem dringenden Wunsch beendet: „Die Hauptversammlung appelliert an die Sektionen, das Aufladen von Akkus auf ihren Hütten zu untersagen.“ Bereits im Juni hatte hier die Sektion München vorgelegt: Auf ihren sektionseigenen Hütten – wie die Reintalangerhütte bei Garmisch-Partenkirchen oder die Albert-Link-Hütte am Spitzingsee – wird es keine Ladestationen für E-Bike-Akkus geben.

Die Vollversammlung kann nach der Struktur des Alpenvereins keine allgemein verbindliche Entscheidung treffen. Sie kann den eigenständigen Sektionen nur Empfehlungen aussprechen, erklärt DAV-Pressesprecher Thomas Bucher am Sonntag auf Nachfrage. Auch wenn schließlich 71 Prozent der Delegierten für den Appell stimmten, war die Debatte in Bielefeld leidenschaftlich. Von Mitgliederbefragungen wisse man, dass knapp die Hälfte der 1,3 Millionen Alpenvereinsmitglieder auch mit Mountainbikes unterwegs ist, sagt Bucher. Wie viele aufs E-Bike steigen, ist allerdings unbekannt. Die Befürworter der E-Pedelecs sprachen für die Menschen, die konditionell nicht mehr so ganz stark sind und auf diese Weise trotzdem noch ein Bergerlebnis genießen können. „Paare, bei denen der eine Partner nicht mehr so fit ist, können so trotzdem noch zusammen Touren machen, weil man dadurch Leistungsunterschiede ausgleichen kann“, schildert Bucher die Argumente.

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Die Gegner führten an, dass sich mit den E-Pedelecs eine Art Motorsport in den Bergen verbreite. „Natürlich besteht dadurch die Gefahr, dass Regionen viel mehr genutzt werden.“ Zudem ist die Energieversorgung auf den Hütten begrenzt und man versuche, möglichst ökologisch zu wirtschaften. „Da kann es nicht sein, dass das bissl Strom, das wir für die Beleuchtung oder die Spülmaschine brauchen, fürs Akkuladen verwendet wird“, sagt Bucher. Selbst wenn sich alle Sektionen dem anschließen würden: Auch künftig wird man E-Bikes in den Bergen antreffen. Ohne Aufladen schafft ein Akku je nach Qualität weit über 1000 Höhenmeter. Und zurück geht es ohnehin ohne Strom.

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