Altenpfleger bestreitet Missbrauchsvorwürfe

Augsburg - Sollte er jemals einem Patienten wehgetan haben, so tue ihm das leid: Das versicherte der angeklagte Altenpfleger zum Prozessauftakt. Was er zu den schlimmen Vorwürfen noch aussagte:

Er soll Heimbewohner geschlagen und ihnen unerlaubt Medikamente verabreicht haben. Zum Prozessauftakt vor dem Augsburger Landgericht hat ein angeklagter Altenpfleger am Dienstag die Vorwürfe teilweise abgestritten. “Wenn ich in meiner Zeit als Pfleger einem Patienten wehgetan habe, tut mir das wirklich leid“, sagte der 60-Jährige. Den Vorwurf der Anklage, einer Patientin ohne ärztliche Genehmigung starke Beruhigungsmittel gegeben zu haben, wies er von sich: “Es waren reguläre Tropfen.“

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die überwiegend geistig verwirrten Menschen in einem Heim in Augsburg-Haunstetten über Jahre hinweg misshandelt zu haben - insgesamt gehe es um 17 Verstöße. Im Januar dieses Jahres war der Fall durch anonyme Briefe einiger Mitarbeiter bekanntgeworden. Die Heimleiterin, die wohl von den Vorfällen wusste, und der Pfleger wurden daraufhin vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK), zu dem das Heim gehört, fristlos entlassen.

dpa

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