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Nach langer Krankheit ist Altlandesbischof Hermann von Loewenich in Nürnberg gestorben.

Altlandesbischof Hermann von Loewenich ist tot

München/Nürnberg - Der frühere evangelische Landesbischof Hermann von Loewenich ist tot. Er sei am Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren in Nürnberg gestorben, teilte die Landeskirche am Freitag in München mit.

Von Loewenich stand von Juli 1994 bis Oktober 1999 an der Spitze der bayerischen Protestanten. Landesbischof Johannes Friedrich würdigte seinen Vorgänger als einen Mann, der sich an allen Stationen seines Dienstes für die ganze Kirche verantwortlich gefühlt und "viele notwendige Reformen" angestoßen habe.
Die Beisetzung des verstorbenen Altlandesbischofs ist im engsten Familienkreis geplant. Der offizielle Trauergottesdienst finde am 13. Januar um 14.00 Uhr in der Nürnberger St. Lorenzkirche statt, teilte ein Sprecher der Landeskirche mit. Von Loewenich war verheiratet mit Hiltrud von Loewenich und hinterlässt zwei erwachsene Kinder.
Die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, dankte von Loewenich für sein Engagement in Landessynode und Landessynodalausschuss. "Er hat sich große Verdienste erworben in seinem Einsatz für die Frauenordination und die Gleichstellung von Frauen in der Kirche", betonte Deneke-Stoll.
Der gebürtige Nürnberger war nach dem Theologiestudium in Erlangen, Tübingen und Heidelberg und dem Lehrvikariat in Windsbach (Landkreis Ansbach) im Mai 1958 zum Pfarrer ernannt worden. Die ersten Jahre im Pfarrdienst führten ihn zurück in seine Heimatstadt, wo er zunächst Studieninspektor am Predigerseminar, von 1962 an Studentenpfarrer und Gemeindepfarrer an St. Egidien war. 1985 wechselte von Loewenich in den Landeskirchenrat und übernahm als Regionalbischof Verantwortung für den Kirchenkreis Nürnberg, bevor ihn im April 1994 die Landessynode in Rothenburg zum Landesbischof wählte.

dpa

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