So stellen sich die Architekten das neue Hotel-Dorf am See vor

Nach Jahren des Leerstands soll wieder Leben einziehen

Am Königssee soll ein neues Hotel-Dorf entstehen

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Ein schickes Hotel am Königssee, das wünschen sich die Bürger Schönaus schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Jetzt liegen Pläne für ein ganzes Hotel-Dorf auf dem Tisch.

Seit das 1862 erbaute Hotel Königssee leersteht und langsam verkommt, wie auch weitere Gebäude hinter der Seelände, sucht man nach Konzepten für das Areal. 2013 scheiterte ein Projekt mit Wohntürmen am Widerstand der Bürger, doch jetzt könnte es endlich etwas werden: Seit Mitte Juni liegt bei der Regierung von Oberbayern ein Raumordnungsverfahren, das sich auf einen Gemeinderatsbeschluss stützt. Dabei geht es nicht nur um ein Hotel am Königssee, sondern schlicht um ein neues Dorf an Bayerns schönstem Gewässer. Schönaus Bürgermeister Hannes Rasp schwärmte während der Präsentation im Frühjahr: „Unser Ziel soll es nicht sein, die Quantität der Tagesgäste zu erhöhen, sondern die Qualität unseres Angebotes für Übernachtungsgäste deutlich zu verbessern.“

Architekturbüro Snøhetta aus Oslo plant

Hinter dem Projekt steht der Pongauer Investor und Unternehmer Martin Harlander, der auch beim 50-Milliomen-Euro-Bau der neuen Jennerbahn involviert ist. Für das neue Dorf Königssee hat das Architekturbüro Snøhetta aus Oslo Entwürfe und Pläne vorgelegt, über die nun 38 Behörden und Adressaten zu befinden haben. Snøhetta ist ein großer Name in der Branche – die Norweger entwarfen etwa die Alexandria-Bibliothek in Ägypten oder die heimische Nationaloper.

Das Projekt selbst lässt sich kurz so umschreiben: ein Vier-Sterne-Superior-Hotel mit 280 Betten als Zentrale, das sich in die Berchtesgadener Berge integriert, benachbarte „Waldzimmer“, die dem Stammhaus angegliedert werden. Dazu ein „Junges Hotel“ auf Drei-Sterne-Niveau mit 170 Betten, das Jüngere ansprechen soll oder Mitarbeiter zu einer Art Arbeitsurlaub einlädt. Außerdem ein Geschäftshaus, Gastronomie, und dazwischen ein Dorfplatz, der Hotelgäste, Tagestouristen und Einheimische zusammenbringt. Zudem wird das Hotel Königssee erweitert.

Damit das alles realisierbar wird, stehen hohe Summen im Raum. Die Rede ist von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag. Architekt Patrick Lüth vom Snøhetta sagte während der Vorstellung: „Wir brauchen nicht reden, der Königssee ist fantastisch, aber was in der zweiten Reihe der Seestraße derzeit geschieht, ist furchtbar und nicht tragbar.“ Sein Büro wolle etwas Einmaliges schaffen, und zum Zeitplan meinte er: „Wir hoffen, dass wir in zwei, drei Jahren in der neuen Gastronomie sitzen und uns ein erstes Essen schmecken lassen können.“

PS/MC

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