Ambrosia
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Die Ambrosia-Pflanze verbreitet sich in Bayern.

Bis zu eine Milliarde Pollen

Unliebsame Pflanze verbreitet sich in Bayern: Pollen können heftige Allergien auslösen

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Die Ambrosia verbreitet sich in Bayern. Die Pflanze kann heftige Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma auslösen, doch los wird der Freistaat sie wohl nicht mehr.

München - Die eingewanderte Ambrosia kann heftige Allergien auslösen. Sie wird deshalb im Freistaat bekämpft so gut es geht. Doch loswerden wird man die ungeliebte Pflanze wohl nicht mehr.

Ambrosia verbreitet sich in Bayern: Landkreis Roth am stärksten betroffen

Die allergieauslösende Ambrosia breitet sich in Bayern weiter aus. 35 neue Bestände sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums im vergangenen Jahr entdeckt worden. Damit steigt die Zahl der großen Bestände seit Beginn des Ambrosia-Monitorings im Jahr 2007 auf 544. Am stärksten betroffen ist der mittelfränkische Landkreis Roth* bei Nürnberg*, aus dem bisher 36 Bestände gemeldet wurden.

Ambrosia verbreitet sich im Freistaat - Pollen können allergische Reaktionen auslösen

Die Ambrosia stammt ursprünglich Nordamerika. Vermutlich wurde sie über Vogelfutter nach Europa eingeschleppt. Ihre Pollen fliegen meist ab Mitte Juli bis in den Oktober und können schon in geringer Konzentration allergische Reaktionen wie Heuschnupfen oder Asthma auslösen. 3000 bis 60.000 Samen kann sie innerhalb ihres einjährigen Lebenszyklus abwerfen und bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft entlassen.

Bayern will Ausbreitung der Ambrosia stoppen - Freistaat investiert 90.000 Euro pro Jahr

Bayern will die Ausbreitung der Ambrosia deshalb so gut es geht stoppen. Der Freistaat gibt dafür jährlich 90.000 Euro aus. In vielen Fällen werden die Pflanzen ausgerissen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Auf Äckern arbeite man unter anderem mit Unkrautbekämpfungsmitteln. „An Straßenrändern gibt es gute Erfahrungen mit Heißwasserbehandlung.“

Im Landkreis Roth werden alle befallenen Flächen regelmäßig kontrolliert und die Pflanzen dabei entfernt. Dadurch seien bereits einige Erfolge erzielt worden, wie eine Sprecherin des Landratsamts sagte.

Ambrosia verbreitet sich in Bayern - Pflanze profitiert vom Klimawandel

Bei der Bekämpfung der Pflanze brauchen die Kommunen jedoch einen langen Atem, denn die Samen der Pflanzen können Jahrzehnte im Boden überdauern. Wenn bei Bauarbeiten der Boden dann aufgebrochen wird, fangen diese an zu keimen. Bei den neueren Flächen, auf denen die Ambrosia wachse, habe sich gezeigt, dass Erdbaufirmen diese verbreitet hätten, sagte die Sprecherin. Diese trügen Erde in einem Baugebiet ab und nutzten diese in einem anderen. „So kann sich ein Befall mit Ambrosia schnell in nicht betroffenen Gemeinden ausbreiten.“

Schon vor einem Jahr: In diesen Regionen breitet sich die Ambrosia-Pflanze immer weiter aus

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Die Pflanze profitiert außerdem vom Klimawandel. Nach Ministeriumsangaben kommt die Ambrosia mit Trockenheit besser zurecht als andere Pflanzen und kann bei höheren Temperaturen besser Samen bilden. Deshalb sei zu erwarten, dass die Art auch in Regionen wie den höheren Mittelgebirgen neue Lebensräume finden werde, die bisher klimatisch nicht so geeignet für sie seien. (kam/dpa)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Wenn es ums Impfen geht, dreht sich derzeit fast alles um Corona. Doch andere Gefahren sollten deshalb nicht unterschätzt werden, denn Bayern ist FSME-Risikogebiet.

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