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Frische Lebkuchen (Symbolbild)

18 Menschen mussten behandelt werden

Ammoniak-Alarm in Lebkuchenfabrik

Nürnberg - Ein "Lebkuchenstau" löste die Überhitzung einer Anlage bei "Lebkuchen Schmidt" aus. Giftiges Ammoniak trat aus. Am Montag soll die Produktion wieder starten.

Wegen eines Defekts an einer Kühlanlage ist bei einem Nürnberger Lebkuchenhersteller die giftige Chemikalie Ammoniak ausgetreten. Kurze Zeit später brach außerdem ein Brand aus. 18 Menschen meldeten sich bei Rettungssanitätern unter anderem wegen Atemwegsreizungen. Zwei von ihnen mussten in einer Klinik behandelt werden. Arbeitern sei beim Betreten des Kellers am Freitagmorgen sofort der beißende Ammoniakgeruch aufgefallen, berichtete der Betriebsleiter der Firma Lebkuchen Schmidt, Dirk Kuen. Sie hätten umgehend Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr ließ das Betriebsgelände räumen. Nach Angaben eines Sprechers der Einsatzkräfte hielten sich dort etwa 150 Mitarbeiter auf.

Ammoniak trat aus defekter Kühlanlage aus

Laut der Feuerwehr war das Ammoniak in der Nacht aus einer defekten Kühlanlage ausgetreten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich bereits eine zwei mal sechs Zentimeter große und etwa zwei Zentimeter tiefe Pfütze auf dem Kellerboden gebildet. Da Ammoniak ein gefährliches Nervengift ist, ordneten die Retter sofort die Evakuierung des Geländes an. Nachdem Spezialkräfte das flüssige Ammoniak gebunden und abtransportiert hatten, konnte Entwarnung gegeben werden.

Stau auf der Backstraße

Kurz darauf gab es allerdings einen zweiten Alarm auf dem Firmengelände: Beim Leerfahren einer Backstraße stauten sich Lebkuchen. Dadurch habe sich die Anlage überhitzt und sei in Brand geraten, berichtete Betriebsleiter Kuen. Der Gesamtschaden war zunächst unklar, wie eine Firmensprecherin sagte. Die Lebkuchenproduktion soll erst am Montag wieder angefahren werden.

dpa

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