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Rosen und Kerzen am Eingang des Carolinum-Gymnasium in Ansbach.

Amoklauf: Polizei fordert Schul-Frühwarnsystem

Osnabrück - Nach dem Amoklauf von Ansbach hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Versäumnisse bei der Schulsicherheit kritisiert und ein flächendeckendes Frühwarnsystem gefordert.

“Die schreckliche Tat von Ansbach belegt leider einmal mehr, dass Deutschlands Schulen keine sicheren Orte sind“, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). “Wir brauchen endlich ein flächendeckendes Frühwarnsystem für Schulen.“

Lesen Sie dazu:

Mädchen nach Amoklauf in Lebensgefahr

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Abiturient stürmte Schule mit Axt und Molotow-Cocktail

Schüler verbarrikadierten sich in Klassenzimmer

Lehrer für mehr Sicherheit an Schulen

Trotz aller politischen Versprechen nach den Amokläufen von Erfurt und Winnenden fehle es aber nach wie vor massiv an Schulpsychologen und Sozialarbeitern, die Probleme der Schüler frühzeitig erkennen könnten. “In jede Schule in Deutschland gehören mindestens ein Sozialarbeiter und ein Psychologe“, forderte Wendt. Er machte den Bundesländern harte Vorwürfe: “Die Landesregierungen müssen endlich ihre Hausaufgaben machen und massiv in die Schul-Sicherheit investieren, statt nach jedem Amoklauf mit Rufen nach schärferen Gesetzen von ihren großen Versäumnissen in der Schulpolitik abzulenken.“

Hintergrund:

Amokläufer - meistens männlich, gefühllos, unauffällig

Bundesländer bieten Ansbach Hilfe an

Tatort Schule - wenn Jugendliche durchdrehen

Gespräch: Schulen nicht ausreichend gegen Amokläufe geschützt

Das Gymnasium Carolinum

Der Link zur Homepage

Zum Gesundheitszustand des schwer verletzten Mädchens gibt es in der Zwischenzeit keine Neuigkeiten. Die Schülerin, die der 18-jährige Täter mit der Axt am Kopf verletzt hatte, schwebt auch am Freitagmorgen noch in Lebensgefahr.

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