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Alles war ganz anders: Diese Erkenntnis hatte die Polizei bei einem vorgetäuschten Raubüberfall in Unterfranken.

Mann mit Fantasie

Angeblicher Raubüberfall entpuppt sich als peinlicher Unfall

Miltenberg - Drei maskierte Gangster überfallen einen hilflosen Transporterfahrer: So zumindest hat es der seinem Chef erzählt. Eine frei erfundene Geschichte, die Ärger nach sich zieht. 

Mit einem detailreich erfundenen Raubüberfall hat ein Mann in Unterfranken einen peinlichen Unfall mit einem Firmentransporter vertuschen wollen. Der 28-Jährige hatte sich laut Polizei am Freitag bei seinem Chef im Raum Miltenberg gemeldet und angegeben, er sei in der Nacht von drei maskierten Gangstern überfallen worden. Allerdings habe er sich derart zur Wehr gesetzt, dass das Trio von ihm abgelassen und daraufhin die Heckscheibe des Transporters zertrümmert habe.

Nicht nur der Spott der Kollegen ist ihm sicher

Sofort wurde eine Großfahndung zur Suche nach den angeblichen Gangstern eingeleitet, doch schon bald kamen erste Zweifel an der Geschichte auf. Schließlich gab der 28-Jährige zu, mit dem Transporter beim Rückwärtsfahren gegen einen Baum gefahren zu sein. Nun hat der Mann nicht nur den Spott seiner Kollegen am Hals: Zum einen wartet eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat auf ihn, zum anderen muss er eventuell auch die Kosten für den Polizeieinsatz berappen.

dpa/lby

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