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Jetzt brach die Angeklagte (46) ihr Schweigen.

93000 Euro veruntreut, drei Jahre Haft

Passau - In dem Prozess um die Veruntreuung von Geld eines kirchlichen Jugendbüros in Niederbayern ist das Urteil gefallen: Die Angeklagte muss für drei Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Passau verurteilte die ehemalige Mitarbeiterin eines Pfarrbüros in Ruhstorf (Landkreis Passau) am Dienstag wegen Veruntreuung in 211 Fällen. Die Frau hatte zuvor zugegeben, innerhalb von drei Jahren 93 000 Euro für sich abgezweigt zu haben. „Ohne das Geständnis wäre die Strafe erheblich höher ausgefallen“, begründete die Vorsitzende Richterin, Angela Meier-Kraut, das Strafmaß. Die weiteren Vorwürfe, die 46-Jährige habe sich später als Erzieherin in einer betreuten Wohngruppe am Taschengeld der Jugendlichen im niederbayerischen Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) bedient, ließ das Gericht fallen.

In der Anklage war die Staatsanwaltschaft anfangs von einer fast doppelt so hohen Schadenssumme ausgegangen, im Lauf des Prozesses stellte sich aber heraus, dass die Summe geringer war.

In dem Verfahren hatte die Frau die Vorwürfe zuerst weitgehend bestritten. Die katholische Kirche gehe nur gegen sie vor, weil sie jahrelang ein Verhältnis zu einem Pfarrer gehabt habe, sagte sie. Die Frau war lange Zeit für die Jugendarbeit im Pfarrbüro von Ruhstorf (Landkreis Passau) zuständig. Danach war sie als Erzieherin in einer betreuten Wohngruppe von Jugendlichen im niederbayerischen Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) beschäftigt.

dpa

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