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Der Angeklagte schützt sich mit einem Aktenordner.

Angeklagter gesteht sexuellen Missbrauch von 80 Kindern

Nürnberg - Er gab sich als Polizist aus und lockte seine Opfer in den Keller: Im Prozess um den sexuellen Missbrauch von 80 Kindern in ganz Bayern hat der Angeklagte am Donnerstag die Vorwürfe gestanden.

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Mehr als 50 Kinder geschändet: Mann vor Gericht

Der 41-jährige Mann aus Ingolstadt räumte zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ein, Kinder, die überwiegend zwischen drei und zwölf Jahren alt waren, in mehreren Fällen sexuell belästigt, missbraucht oder vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Opfer an abgelegene Orte gelockt zu haben, um ihnen pornografische Bilder zu zeigen. Anschließend habe er sie gezwungen, sich auszuziehen und ihn anzufassen, schilderte der Staatsanwalt. Er soll die Kinder auch nackt fotografiert und manche von ihnen vergewaltigt haben. Die Übergriffe sollen im Zeitraum von 1995 bis 2008 in ganz Bayern stattgefunden haben.

Nach den Angaben von Polizeibeamten, die als Zeugen aussagten, hatte er seine Opfer meistens in Keller gelockt und sich in mehreren Fällen mit einer Polizeimütze als Beamter ausgegeben. Außerdem habe er vielen Opfern eine abgeklebte Taucherbrille aufgesetzt. Zum Geschlechtsverkehr sei es nicht gekommen, in mehreren Fällen jedoch zu Oralverkehr. Spermaspuren an der Kleidung von Opfern und eine freiwillige Speichelprobe des Angeklagten identifizierten den Ingolstädter in mehreren Fällen eindeutig als Täter.

Im Vorfeld der Verhandlung kam es zwischen dem Angeklagten und vier Opfern durch Zahlungen von insgesamt 6500 Euro zu einem außergerichtlichen Opfer-Täter-Ausgleich. Aufgrund mangelnder Beweise wurde die Anklage in 11 Fällen fallengelassen, so dass noch 41 Fälle übrigblieben. Das Urteil sollte noch am Donnerstag gesprochen werden.

dpa

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