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Der gebürtige Siegsdorfer Christian Karl Gerhartsreiter alias Clark Rockefeller auf einem Foto von 2009

Mordprozess in Los Angeles

"Bayerischer Rockefeller" steht vor US-Gericht

Siegsdorf - In Los Angeles startet der Mordprozess gegen Christian Karl Gerhartsreiter. Als "Deutscher Rockefeller" hat der Hochstapler aus Siegsdorf im Landkreis Traunstein zweifelhaften Weltruhm erlangt.

Auftakt im Mordprozess gegen einen Deutschen in Kalifornien: Mit den Plädoyers von Anklage und Verteidigung sollte am Montagabend (MEZ) in Los Angeles das Verfahren gegen den gebürtigen Bayern Christian Karl Gerhartsreiter (52) eröffnet werden. Er war 2011 angeklagt worden, vor 28 Jahren den Sohn seiner Vermieterin getötet zu haben.

John Sohus und seine Frau Linda waren 1985 spurlos verschwunden. Die Leiche des Mannes war neun Jahre später bei Bauarbeiten im Garten seines Elternhauses gefunden worden. Von der Frau fehlt weiter jede Spur.

Gerhartsreiter lebte in den 1980er Jahren unter dem Namen Christopher Chichester in Kalifornien. Er war den Behörden 2008 aufgefallen, weil er sich in Boston als „Clark Rockefeller“ ausgab. In einem dramatischen Sorgerechtsstreit hatte er seine damals siebenjährige Tochter entführt. Dafür erhielt er vier Jahre Haft.

Bei der Mordanklage erklärte sich Gerhartsreiter für unschuldig. In dem Prozess könnten bis zu 100 Zeugen aussagen, darunter Polizisten, Kriminologen und frühere Freunde des Angeklagten. Eine Jury von sieben Frauen und fünf Männern wird über den Fall entscheiden.

dpa

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