Nach Vorfällen in Schönau

Angriffe auf Rettungskräfte: Feuerwehr-Gewerkschaft fordert Konsequenzen

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Angriffe auf Einsatzkräfte häufen sich, bei einem Faschingsumzug in Schönau wurden zwei Helfer attackiert. Die Helfer fühlen sich im Stich gelassen und fordern Konsequenzen.

München - Am Wochenende erlebten die Rettungskräfte und Feuerwehrler bei einem Faschingszug in Schönau (Landkreis Rottal-Inn) einen Horrortag. Erst warf ein Unbekannter eine Bierflasche auf einen Sanitäter, dann schlug ein betrunkener 17-Jähriger einem Feuerwehrmann ins Gesicht. Siegfried Maier, Landesgruppenvorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) Bayern, fordert Konsequenzen und Hilfe von der Politik.

„Seit einiger Zeit beobachtet die Fachwelt, dass ‚Gewalt gegen Einsatzkräfte‘ auch gegen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettunsgdienst stattfindet“, heißt es in einer Mitteilung der DFeuG, die unserer Redaktion vorliegt, an Vertreter der bayerischen Politik. Die DFeuG verurteilt die Angriffe auf Einsatzkräfte aufs Schärfste.

Wer hilft den Einsatzkräften?

Gleichzeitig zeigt die DFeuG auch Verständnis dafür, „dass es in alkoholisiertem Zustand zu Handlungen kommen kann, die in ‚normalem‘ Zustand nicht stattgefunden hätten“. Aber: Es gebe Grenzen und diese würden in den vergangenen Monaten immer häufiger überschritten.

Dabei stellt sich die Feuerwehr-Gesellschaft mehrere Fragen. „Sind gezielte Angriffe auf Helfer normal? Wer hilft uns, wenn wir Hilfe brauchen? Kann man uns helfen und schützen? Was passiert, wenn ich im Einsatz angegriffen oder geschlagen werde?" Die Antworten auf diese Fragen könnten laut DFeuG über die künftigen ehrenamtlichen Einsätze bei Veranstaltungen wie etwa Faschingszügen entscheiden.

Einsatzkräfte fühlen sich im Stich gelassen

Zudem fühlen sich die Feuerwehrler von der Politik im Stich gelassen. „Ihnen fehlen Informationen auf die stattfindenden Ermittlungen und die strafrechtlichen Konsequenzen.“ Diese wären für die Einsatzkräfte unbedingt notwendig, um mit den Vorfällen abschließen zu können.

Deshalb appelliert die DFeuG an die Politiker: „Nutzen Sie Ihre politischen Möglichkeiten. Begleiten Sie diese und ähnliche Fälle und informieren Sie die Öffentlichkeit über die Konsequenzen bei Angriffen gegen Einsatzkräften.“

Rubriklistenbild: © dpa

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