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Menschen in Clownskostümen.

Polizei verurteilt Attacken

Angriffe von "Horror-Clowns": Sorgen auch in Bayern

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München - Die jüngsten Angriffe von „Horror-Clowns“ verursachen Sorgen in der Bevölkerung - auch in München. Die Gewerkschaft der Polizei verurteilt die Attacken.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, hat die jüngsten Angriffe sogenannter Horror-Clowns in Deutschland verurteilt. Auch wenn es sich um als Clowns maskierte Täter handele, seien die Übergriffe "alles andere als komisch", sagte Malchow den "Ruhr Nachrichten" vom Samstag. "Das sind schwerste Straftaten."

Wer bereit sei, jemandem Todesangst einzujagen und mit Messer oder Kettensäge auf Menschen loszugehen, der nehme Verletzungen oder gar den Tod seines Opfers in Kauf, erklärte der GdP-Chef. Wenn Menschen sich bedrängt und eingeschüchtert fühlten, könne das als Körperverletzung verfolgt werden.

"Horror-Clowns" erschrecken seit einiger Zeit in den USA immer wieder Passanten oder Autofahrer. Ähnliche Vorfälle gab es in Großbritannien und Schweden. In den vergangenen Tagen wurden auch in Deutschland mehrere Fälle gemeldet, bei denen als "Horror-Clown" verkleidete Unbekannte Menschen angegriffen oder verfolgt hatten.

Nach Polizeiangaben versuchte am Freitagabend ein unbekannter Täter im Clownskostüm im Rostocker Stadtteil Evershagen, einen 22-jährigen Mann und seine 20-jährige Begleiterin mit Farbe zu besprühen. In der Rostocker Innenstadt sei ein "Horror-Clown" mit einem Baseballschläger in der Hand laut schreiend auf einen 26-Jährigen zugelaufen.

Die Geschädigten seien nicht verletzt worden und mit dem Schrecken davongekommen, teilte die Polizei Rostock mit. In beiden Fällen seien Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden.

Auch in Aachen ereigneten sich am frühen Samstagmorgen binnen weniger Stunden zwei Vorfälle, bei denen als Clowns verkleidete Menschen ihr Unwesen trieben. Im ersten Fall sprang nach Polizeiangaben ein Täter aus einem Gebüsch und erschreckte einen 21-jährigen Fahrradfahrer, der daraufhin stürzte und in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ein 18-Jähriger sei von einem "Horror-Clown" mit einem langen Gegenstand in der Hand verfolgt worden.

Sorgen auch in München und Bayern

Auch in Bayern ist es schon zu einem Vorfall gekommen, und zwar in Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen): Unbekannte haben am Mittwoch als Clowns verkleidet Kinder an einer Bushaltestelle erschreckt. „Wir finden das gar nicht lustig und möchten Euch bitten niemandem mit solchen Aktionen Angst einzujagen“, postete die Polizei Niederbayern bei Facebook.

Im Freistaat ist die Bevölkerung teils in Sorge: Alleine am Samstag haben sich gleich mehrere User an unsere Onlineredaktion gewandt, die weitere Informationen zur Lage auch in München und Bayern haben wollten.

Der Dachverband „Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V.“ hatte sich am Mittwoch in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Und bittet um Abgrenzung. „Grusel-Clowns sind keine Clowns“, heißt es darin. „Es sind wirre Menschen, die ihre destruktiven Neigungen nur auf diese armselige Art ausleben wollen. Sie sind weder komisch noch beeindruckend, sondern ein grotesker Abklatsch einer zutiefst menschlichen, positiven Freude an der Anarchie. Clowns und insbesondere die sogenannten ‘Klinikclowns‘ stellen das genaue Gegenteil dar zu solchen bedauernswerten Feiglingen, die sich hinter einer Maske verstecken. Diese geschmacklosen Versuche, Aufmerksamkeit zu erringen, sollten weniger in die Schlagzeilen gehoben und zur Abgrenzung die Maske und ihr Träger vielleicht eher als ‚Grinse-Fratze‘ bezeichnet werden.“

AFP/lin

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