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Der kleine Champ (11) fraß den vergifteten Köder und starb wenig später beim Tierarzt

Die Angst vor dem Hundekiller

Reichertshofen - Den kleinen Champ kannte in Reichertshofen jeder. Der süße Terrier der Familie Meier war einfach zu drollig – immer neugierig, immer lieb. Jetzt ist Champ tot. Grausam vergiftet.

Denn in Reichertshofen treibt ein Hundekiller sein Unwesen. Sieben Zamperl hat der Unbekannte mit seinen Ködern schon Höllenqualen beschert. Und keiner weiß, wer dieser Irre sein könnte. „Wir leben hier nur noch in Angst“, schildert Gabi Meier die Situation im Ortsteil Agelsberg. „Ich suche mittlerweile schon die Wege, die Wiesen hier nach Giftködern ab. Ich komm’ gar nicht mehr zur Ruhe“.

Ihr Ziel: den Hundehasser auf frischer Tat zu ertappen und so zu verhindern, dass weitere Tiere leiden müssen wie ihr geliebter Champ. „Wir waren nur kurz spazieren, als Champ plötzlich irgendetwas kaute“, erinnert sich die Frau an jenen Unglückstag. Wenig später saß Champ im Auto, mit Schaum vor dem Maul, er krümmte sich und winselte vor Schmerzen. Sofort fuhr Gabi Meier zum Tierarzt. Doch die Vergiftung war zu schwer. Champ konnte nur noch von seinem Leiden erlöst werden.

„Es war alles so schrecklich.“ Der süße Terrier war an diesem Tag nicht das einzige Opfer des Hundekillers: Wie die Polizei bestätigt, starb auch ein Zwergschnauzermischling, weil er wohl einen vergifteten Köder gefressen hatte. Bei einer Suche an den Spazierwegen der Umgebung fanden Hundehalter dann auch eine der tödlichen Fressfallen: eine Scheibe Leberwurst, innen gespickt mit dunklen Granulatkörnern. Alles deutet darauf hin, dass es sich um Rattengift handelt. „Wer tut denn so was“, fragen sich nun alle im Ort.

Tatsache ist: Streit wegen irgendwelcher Hunde gab es nie. Jedenfalls nicht öffentlich. Und doch sind schon sieben Tiere Opfer des Unbekannten geworden. Drei starben, vier konnten in letzter Minute durch Entgiftungsmaßnahmen beim Tierarzt gerettet werden. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen: Hat vielleicht irgendjemand eine verdächtige Person beobachtet? „Hoffentlich wird der Täter bald gefasst“, wünscht sich Gabi Meier. „Damit nichts Schreckliches mehr passiert, kein Viecherl mehr sterben muss.“

age

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