Anklage gegen Frauenmörder von Mespelbrunn

Mespelbrunn/Aschaffenburg - Nach der brutalen Tötung einer dreifachen Mutter in der Spessartgemeinde Mespelbrunn ist der mutmaßliche Täter wegen Mordes angeklagt worden.

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Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, die 32 Jahre alte Frau Ende Juli 2008 nach einem Streit auf einem Parkplatz erstochen zu haben. "Es spricht vieles für verschmähte Liebe", sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Irene Singer am Mittwoch in Aschaffenburg. Eine länger als geplant dauernde psychiatrische Untersuchung des Mannes hatte die Anklage zunächst verzögert. Der Tatverdächtige war diesen Juli nach gut einjähriger Flucht in Frankreich festgenommen worden.

Er hat sich bisher noch nicht zu der Bluttat geäußert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm außer Mord auch schweren Raub, schwere räuberische Erpressung, Geiselnahme, erpresserischen Menschenraub, Computerbetrug und einiges mehr vor. Der Angeklagte war im März in Mespelbrunn (Landkreis Aschaffenburg) aufgetaucht, hatte seine Verwandten im Schlaf überrascht und überfallen. Er bedrohte die Familie damals laut Polizei mit einem Messer und forderte Geld, Bankkarten und die dazugehörigen Pin-Nummern.

Nachdem die Verwandten ihm zwei EC-Karten gegeben hatten, sperrte er sie im Keller ein. Dann soll der Mann mit dem Auto seines Vaters geflüchtet sein. Kurz darauf wurde der mutmaßliche Frauenmörder in Hessen beim Geldabheben von einer Überwachungskamera fotografiert. Die Polizei hatte den Tatverdächtigen aus Heimbuchental im Spessart mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Das vorläufige psychiatrische Gutachten hat nach Singers Worten ergeben, dass der Angeklagte schuldfähig und prozessfähig ist. Wenn sich die Verteidiger zur Anklage geäußert haben, muss das Landgericht entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Mit einem Prozess rechnet die Leitende Oberstaatsanwältin nicht vor dem kommenden Frühjahr.

dpa

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