Freispruch für Pfleger und Gefängnisarzt

Nürnberg - Im Prozess um den Suizid eines Untersuchungshäftlings hat das Landgericht Nürnberg-Fürth einen Nürnberger Gefängnisarzt und einen Pfleger freigesprochen.

Es gebe keinen Hinweis auf eine fahrlässige Tötung, unterstrich das Gericht am Freitag. Zur Begründung hieß es, der Pfleger sei nicht dafür ausgebildet gewesen, rettende Infusionen zu geben. Und auch der Arzt hätte den Tod des Armeniers nicht verhindern können - selbst wenn er sich nicht nur telefonisch, sondern persönlich um den Gefangenen gekümmert hätte.

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Im Juli 2008 hatte sich der 23 Jahre alte Untersuchungshäftling die Adern aufgeschnitten. Er war verblutet, obwohl er letztlich doch nach Hilfe gerufen hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte den 61- jährigen Arzt und den 28-jährigen Pfleger wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und ihnen vorgeworfen, sich nicht ausreichend um den Verletzten gekümmert zu haben. Nach den Aussagen von zwei Rechtsmedizinern beurteilte die Anklagevertreterin den Sachverhalt aber nun anders. Die beiden Mediziner hatten erklärt, der Mann wäre auf jeden Fall nicht mehr zu retten gewesen, weil zu wenig Zeit verblieben sei.

dpa

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