+
Die Betroffenen des Ansbacher Amoklaufs haben den Vorfall noch nicht verarbeitet.

Ansbacher Amoklauf: Gutachten über Schuldfähigkeit

Ansbach - Mehr als einen Monat nach dem Amoklauf am Gymnasium Carolinum im mittelfränkischen Ansbach hat ein psychiatrischer Gutachter seine Arbeit aufgenommen.

Lesen Sie dazu auch:

Ansbacher Amokläufer schweigt

Amokläufer wollte über 100 Menschen töten

Amokläufer über Haftbefehl informiert

Im Kalender des Amokläufers stand "Apocalypse today"

Der Gutachter habe den nach der Bluttat festgenommenen Georg R. inzwischen im Gefängnis aufgesucht, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Gudrun Lehnberger am Mittwoch in Ansbach. Da es sich um ein umfassendes Gutachten handele, das die Schuldfähigkeit des 18-jährigen Abiturienten prüfen solle, könne es längere Zeit bis zu dessen Fertigstellung dauern.

Ansbach: Der Tag nach dem Amoklauf

Ansbach: Der Tag nach dem Amoklauf

Georg R. war am 17. September mit Molotow-Cocktails, Messern und einem Beil bewaffnet in das Ansbacher Gymnasium Carolinum gestürmt und hatte Brandsätze in zwei Klassenzimmer geworfen. Anschließend schlug er mit der Axt auf die fliehenden Schüler ein. Zwei 15 Jahre alte Mädchen wurden bei der Attacke schwer verletzt, ein Lehrer und sieben weitere Schüler erlitten leichte Verletzungen. Polizisten stoppten den 18-Jährigen mit drei Schüssen. Nach mehreren Wochen im Krankenhaus wurde er Mitte Oktober in die Justizvollzugsanstalt Würzburg verlegt.

Gegenüber den Ermittlungsbehörden schweige der 18-Jährige weiterhin, sagte Lehnberger. Lediglich tagebuchähnliche Schriftstücke, die kurz nach der Tat von den Ermittlern auf dem Laptop des Abiturienten gefunden worden, geben derzeit Hinweise auf das Motiv des Amoklaufs. Darin nennt er Hass auf die Institution Schule und die Gesellschaft als Gründe. In den Aufzeichnungen ist auch von Furcht vor einer schweren Krankheit und der Sorge die Rede, er könnte bei der Abiturprüfung durchfallen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warnung vor strengem Frost: Deutscher Wetterdienst erwartet extreme Kältenacht
Bayern bleibt ein unangenehmes Wetter erhalten. Ein Meteorologe warnt vor Kältetoten und Temperaturen um minus 20 Grad. Zur Wetter-Prognose.
Warnung vor strengem Frost: Deutscher Wetterdienst erwartet extreme Kältenacht
Frau verliert Bewusstsein und fährt in Eisenzaun - Tod in Klinik
Eine Frau ist mit ihrem Wagen von der Straße abgekommen und in einen Eisenzaun gekracht. Mit fatalen Folgen. 
Frau verliert Bewusstsein und fährt in Eisenzaun - Tod in Klinik
Trotz Finanzskandal: Eichstätter Bischof Hanke bleibt im Amt
Der millionenschwere Finanzskandal erschüttert das Bistum Eichstätt bis in die Grundfesten. Nur einer sitzt fest im Sattel und wird dort auch bleiben: Der Bischof des …
Trotz Finanzskandal: Eichstätter Bischof Hanke bleibt im Amt
Lawinen-Gefahr in den Alpen: Mäßig bis gering - darauf sollten Skifahrer trotzdem achten
Lawinen in Bayern und Tirol: Hier erfahren Sie alles zu Lawinenwarndienst, Gefahrenstufe und aktueller Lage in unserem Ticker.
Lawinen-Gefahr in den Alpen: Mäßig bis gering - darauf sollten Skifahrer trotzdem achten

Kommentare