Ansbacher Kinderschänder muss zwölf Jahre in Haft

Ansbach - Er schlägt das Mädchen, verschleppt es unter Todesdrohungen und vergewaltigt es brutal. Zwölf Jahre muss ein 26-Jähriger dafür nun ins Gefängnis.

Zu zwölf Jahren Haft ist ein 26-Jähriger in Bayern wegen der Vergewaltigung eines Mädchens verurteilt worden. Für die Zwölfjährige sei die Tat ein “Alptraum“ gewesen, hieß es am Freitag beim Landgericht Ansbach. Der Mann hatte das Kind in einer Bahnunterführung abgepasst, geschlagen, mit dem Tode bedroht und dann in einer Gartenlaube stundenlang brutal vergewaltigt.

“Ein Alptraum wurde Wirklichkeit“, hieß es in der Begründung. Die Familie leide rund ein Jahr später noch immer unter der Tat. Staatsanwalt Michael Schrotbrenner betonte in seinem Plädoyer: “Das Kind ist um einen Teil der Kindheit gebracht worden durch die Tat. Aus einem lustigen Kind ist ein ernstes Kind geworden.“ Er forderte 14 Jahre und 3 Monate Haft - nur wenig unter der Maximalstrafe von 15 Jahren.

Gericht bescheinigt ihm Alkohol- und Drogenabhängigkeit

Der Verteidiger des Mannes plädierte unter Verweis auf die Alkohol- und Drogenabhängigkeit seines Mandanten sowie dessen Geständnis auf eine Strafe “im mittleren Bereich“. Der Täter sagte in seinem Schlusswort: “Ich bereue die Tat. Ich habe eine Strafe verdient. Und ich will mich auch nicht der Strafe durch Freitod oder so entziehen.“

Am 20. November 2009 hatte er die Zwölfjährige wohl zufällig als Opfer ausgewählt, als diese auf dem Weg vom Keyboardunterricht nach Hause war. Der 1,80 Meter große Täter schlägt der Schülerin unvermittelt ins Gesicht, würgt sie. Nach dem Missbrauch lässt er das Kind auf einem nahe gelegenen Spielplatz zurück.

Das Mädchen beschreibt seinen Peiniger genau - schon am nächsten Tag wird der obdachlose Mann in der Badewanne seiner Freundin festgenommen. Ein Gutachter vor Gericht bescheinigt ihm eine massive und langjährige Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Auch leide der 26- Jährige unter einer Persönlichkeitsstörung. Er sei aggressiv und habe eine sadistische Ader. Auch in Zukunft gehe von ihm Gefahr aus.

dpa

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