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Bei dem Anschlag in Ansbach zersplitterten auch Fensterscheiben.

Flüchtling bezeichnet ihn als "Depp"

Nachbarin über Attentäter von Ansbach: "War ziemlich verzweifelt"

Ansbach - Nur zwei Tage nach dem Amoklauf von München erschüttert der Anschlag in Ansbach Deutschland erneut. Nachbarn erinnern sich an den Attentäter.

Mohammad D. (27), der Attentäter von Ansbach, hatte sich seine langen schwarzen Haare zu einem Zopf gebunden, er mochte indisches Essen und hätte gerne bei McDonald's gearbeitet. Unter seinen Mitbewohnern galt er als nicht besonders religiös. Ob er überhaupt in eine Moschee ging, wussten seine Mitbewohner nicht. Er habe sich meistens in dem Asylbewerberheim aufgehalten.

Gabriele Kleiner, eine Nachbarin des Bombers, die selbst einen pakistanischen Flüchtling betreut, weiß über den Attentäter Folgendes zu berichten: "Ich kannte den jungen Mann, er war ziemlich verzweifelt. Er fragte mich, ob ich ihm eine Arbeit verschaffen könne, wenigstens eine Putzstelle. Mein Schützling aus Pakistan sagte allerdings über ihn, er sei 'ein Depp'. Zu mir war er aber freundlich, er hat mir immer zugewunken, wenn ich vorbeikam."

Nachbarin: "Man ist total aufgewühlt"

Die Frau ergänzt: "Man ist total aufgewühlt, weil die anderen Flüchtlinge total nett sind. Die leiden wahnsinnig da­runter. Ich habe Mohammad das nicht zugetraut. Er wollte immer was tun, und er saß immer in seinem Zimmer. Da schaute es übrigens aus wie bei Hempels unterm Sofa. Es war alles schrecklich durcheinander." Im städtischen Sozialamt von Ansbach galt Mohammad D. als "freundlich, unauffällig und nett". Das sagt Reinhold Eschenbacher vom Sozialamt.

Nach außen hin wirkte der Bomber von Ansbach also unauffällig und nett. Doch er war nach Angaben der Polizei früher strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er sei wiederholt auffällig geworden, unter anderem wegen eines Drogendelikts. Auch sein Inneres war aus den Fugen geraten. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) berichtet über den Täter von Ansbach, dass er zweimal versuchte, sich das Leben zu nehmen. Dieser sei zwischenzeitlich in einer psychiatrischen Klinik untergebracht gewesen.

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