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Die Sicherheit bei Faschingszügen ist auch in diesem Jahr Thema. 

Polizei ist sensibilisiert

Anschlagsgefahr? Stärkerer Schutz für Faschingszüge

Würzburg - Wenn demnächst wieder zahlreiche Narren auf den Straßen feiern, weckt das bei manchem die Angst vor Anschlägen. Während die Polizei betont, auf alle Einsatzlagen vorbereitet zu sein, sehen die Karnevalisten die Gefahr gelassen.

Die Polizei im Freistaat ist sensibilisiert für mögliche Anschläge auf die anstehenden Faschingszüge. Es gebe eine „andauernde abstrakt erhöhte Gefährdungslage durch islamistischen Terrorismus“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Nürnberg. Dort und in Würzburg sind am Faschingswochenende die größten Umzüge in Bayern geplant. Die Veranstalter rechnen jeweils mit rund 100 000 Menschen, die die Straßen säumen. Konkrete Hinweise auf Anschläge gebe es aber nicht, betonte die Sprecherin. Deshalb bestehe auch keine Notwendigkeit, den Zug abzusagen. Ähnlich äußerten sich Polizeisprecher in Würzburg, Rosenheim und München.

In der Landeshauptstadt ist der Faschingszug der „Damischen Ritter“ schon am kommenden Sonntag geplant. Da zeitgleich die Münchner Sicherheitskonferenz stattfindet, sei ohnehin ein großes Aufgebot von Einsatzkräften in der Stadt, sagte ein Polizeisprecher. Auch auf Notlagen beim Faschingszug sei man vorbereitet: „Wir haben da ein Auge drauf.“ Ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Rosenheim, bei dem zahlreiche Anmeldungen von kleineren Faschingszügen in den Oberlandgemeinden vorliegen, sagte, bei den Zügen sei in diesem Jahr mehr Polizei als in den Vorjahren. „Man wird mehr Kollegen vor Ort sehen“ - sowohl uniformiert, wie auch in zivil.

Nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin ist vor allem die Gefahr eines Angriffs mit Fahrzeugen ein Thema. Die Gemeinden könnten beispielsweise verfügen, dass die Faschingszüge davor mit mobilen Betonpollern geschützt werden, sagte der Sprecher. Aber: „Das ist oftmals auch gar nicht sinnvoll.“ Schließlich müssten die Faschingswagen und gegebenenfalls Rettungsfahrzeuge durchkommen. Ohnehin gebe es in den Innenstädten nur begrenzte Zufahrtswege.

Eine Sprecherin der Würzburger Polizei sagte, der Zug werde durch sichtbare und nicht sichtbare Maßnahmen vor Fahrzeugen geschützt. Zudem werde die Polizei stichprobenartig Besucher kontrollieren und könne gegebenenfalls auf Sprengstoffsuchhunde zurückgreifen.

Der Würzburger Zug wird live im BR-Fernsehen übertragen. „Bedrohung von Terror hatten wir schon letztes Jahr“, sagte der Zugmarschall der Würzburger Karnevalisten. Es gebe keine direkten Änderungen am Zug. „Angst haben wir keine und lassen uns da auch nicht verrückt machen.“

dpa

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