Neuerung im Freistaat

Anträge via Bayern-Portal: Neues Verfahren noch in diesem Jahr

Verwaltung 2.0? Statt zeitraubenden Behördengängen eine rasche und papierlose Bearbeitung via Internet - diesen Trend will auch die bayerische Staatsregierung unterstützen.

Das bayerische Finanzministerium will noch in diesem Jahr mehr Verwaltungsdienstleistungen über das Internet möglich machen. Die Staatsregierung hatte im November beschlossen, mit einem neuen Authentifizierungsverfahren das sogenannte Bayern-Portal aufzuwerten. Neben dem neuen Personalausweis soll künftig auch das von der Elektronischen Steuererklärung (Elster) bekannte Authega-Verfahren eingesetzt werden können. „Derzeit laufen die Hintergrundarbeiten, das Verfahren soll dieses Jahr noch online gehen“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Die kommunalen Spitzenverbände im Freistaat schauen bereits gespannt auf die Einführung des Verfahrens und stellen sich die Frage, ob die Bürger es annehmen werden. „Die bisherigen Verfahren, etwa der elektronische Personalausweis, haben sich nicht durchgesetzt“, sagte ein Sprecher des Bayerischen Städtetags. Auch ein Sprecher des Gemeindetags ist skeptisch: „Es ist nicht so, dass das Thema eine solche Relevanz hat und alle „Jetzt endlich“ gerufen haben.“

Kommunen entscheiden selbst

Die Frage sei aber nun, welche Dienstleistungen den Bürgern tatsächlich angeboten würden. Das kann jede Kommune selbst entscheiden. „Wenn aber im Fachgesetz persönliches Erscheinen steht, hebelt sich das natürlich nicht durch Authega aus“, sagte ein Sprecher des Städtetags.

Derzeit nehmen laut Finanzministerium 1400 der gut 2000 bayerischen Kommunen am Service des Bayern-Portals teil. Monatlich wird das Portal mehr als 250.000 Mal aufgerufen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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