+
Die kleine Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg verschwand 2001.

Anwalt reicht Antrag ein

Wird Fall Peggy neu aufgerollt?

Bayreuth - Der Anwalt des wegen Mordes an der kleinen Peggy verurteilten Ulvi K. beantragt, dass das Verfahren neu aufgerollt wird. Die Staatsanwaltschaft will den 2000-seitigen Antrag "akribisch prüfen".

Die Prüfung des Wiederaufnahmeantrags im Fall des verschwundenen Mädchens Peggy wird nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Monate dauern. Man werde den Antrag „akribisch überprüfen“, kündigte Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz an. Rechtsanwalt Michael Euler will am Donnerstagnachmittag den Antrag beim Bayreuther Landgericht einreichen. Er glaubt, genügend Beweise gefunden zu haben, die den wegen Mordes an Peggy verurteilten Ulvi K. entlasten. Der Antrag umfasse knapp 2000 Seiten, sagte Euler.

Auch die Anklagebehörde hatte im vergangenen Jahr Ermittlungen angestellt, nachdem ein früherer Hauptbelastungszeuge seine Aussage zurückgenommen hatte. „Das hat aber nicht dazu geführt, dass eine Wiederaufnahme seitens der Staatsanwaltschaft in Betracht gekommen wäre“, betonte Schmalz. Ulvi K. verbüße derzeit nicht die Haftstrafe wegen Mordes, sondern sei wegen elffachen sexuellen Missbrauchs an Kindern in der Psychiatrie untergebracht. Peggy war 2001 im oberfränkischen Lichtenberg spurlos verschwunden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Supermarkt-Mitarbeiter öffnen Bananenkisten - und machen seltsamen Fund
Ein Mitarbeiter eines Supermarktes räumt Bananen aus einer Kiste. Unter den Südfrüchten entdeckt er Päckchen - gefüllt mit Kokain. Bei diesem einen Fund bleibt es aber …
Supermarkt-Mitarbeiter öffnen Bananenkisten - und machen seltsamen Fund
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord beteiligte sich an einer bayernweiten Kontroll- und Fahndungsaktion. Dabei nahmen sie vor allem Fernreisebusse ins Visier. 
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit in Unterfranken scheint zu eskalieren. Nun hat ein Mann seinem Nachbarn Schweinehoden an die Haustür gehängt. 
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Anzeige statt Telefonnummer für Möchtegern-Casanova
Mit einer Verfolgungsjagd und einem riskanten Fahrmanöver hat ein Möchtegern-Casanova in Oberfranken die Handynummer einer Autofahrerin bekommen wollen.
Anzeige statt Telefonnummer für Möchtegern-Casanova

Kommentare