In Apotheke eingebrochen und Zyankali erbeutet

Mömlingen/Würzburg - Unbekannte haben bei einem Apothekeneinbruch in Mömlingen (Landkreis Miltenberg) neben Bargeld und teuren Medikamenten auch das gefährliche Gift Zyankali erbeutet.

Die Chemikalie sei in einem rund 200 Kilogramm schweren Tresor aufbewahrt gewesen, den die Täter bei dem Einbruch in der vergangenen Woche abtransportiert hätten, teilte die Polizei Würzburg am Mittwoch mit.

Spaziergänger hätten den Geldschrank inzwischen in einem Wald bei Wenigumstadt (Landkreis Aschaffenburg) gefunden. Von dem Inhalt fehlte allerdings jede Spur. Die drei Gramm Zyankali seien in einer 15 Zentimeter langen, messingfarbenen Zigarrenhülse aufbewahrt gewesen. Ein Wattepfropf verhinderte den Angaben zufolge, dass der Stoff beim Öffnen der Hülse sofort herausrieselte.

Bereits die Einnahme von 60 Milligramm dieses wasserlöslichen und und eklig salzig schmeckenden Pulvers führe bei Menschen zu tödlich verlaufenden Krampfanfällen, warnte die Polizei. Auch ein Hautkontakt sollte vermieden werden. Die Polizei hat inzwischen eine Warnmeldung an die Bevölkerung in der Region sowie die unbekannten Täter herausgegeben.

Die Polizei geht davon aus, dass die Unbekannten auch für einen Apothekeneinbruch in der selben Nacht in Trennfurt (Landkreis Miltenberg) verantwortlich sind. Spuren am Tatort wiesen daraufhin, dass es die Täter hauptsächlich auf Geld und teure Medikamente abgesehen hätten, die sie zu Geld machen könnten. Mit Zyankali als Beute hätten die Täter wahrscheinlich nicht gerechnet.

dpa

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