Altenpflege

Keine Fachkräfte für alte Menschen mehr?

Nürnberg - Die geplante Neuregelung zur Pflege-Ausbildung könnte zu Lasten alter Menschen gehen

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bayern fürchtet wegen der geplanten einheitlichen Pflege-Ausbildung um Qualität und Fachkräfte in der Altenpflege. Der Grund: Die Bundesregierung will Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege in einer Ausbildung zusammenfassen. Dadurch könnten jedoch spezifische Kenntnisse, die in der Altenpflege nötig seien, in der Ausbildung unter den Tisch fallen, sagte der bayerische AWO-Chef Thomas Beyer bei einer Fachtagung am Dienstag in Nürnberg. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich die meisten Azubis am Ende der Ausbildung für die Kinder- oder Krankenpflege entscheiden und kaum noch jemand für die Pflege älterer Menschen. Die Zahl der Ausbildungsanfänger in der Pflege konnte nach Angaben des Sozialministeriums von 2009 bis 2012 um rund ein Viertel gesteigert werden. Fachleute gehen allerdings davon aus, dass das nicht ausreicht, um den Personalmangel zu beheben. Die Landtags-Grünen befürchten nun, dass bis 2020 im Freistaat 18 000 Pflegekräfte fehlen könnten.
dpa

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