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Arbeitlose sollen sich um die schmutzigen Flecken in Nürnberg kümmern.

Putztrupps und Sheriffs

Arbeitslose sollen Stadt sauber halten

Nürnberg - Bevor Arbeitslose zuhause vor dem TV herumlungern, sollen sie Sinnvolles tun, finden Politiker in Nürnberg. Sie wollen Hartz-IV-Putz-Trupps losschicken - und Sauberkeits-Sheriffs.

Das Thema wird jedenfalls gerade hübsch im Wahlkampf garniert - parteienübergreifend. Allerdings bleibt es nicht nur bei Worten.

Das Sozialreferat macht schon Nägel mit Köpfen - auf Antrag der SPD. Wie nordbayern.de berichtet, startet im Frühjahr das Projekt "Sauberkeit im Quartier" (SiQ). Drei Gruppen mit jeweils 35 Langzeit-Arbeitslosen sollen in bestimmten Gegenden der Stadt für Ordnung sorgen, zum Beispiel am Bahnhofsvorplatz und in der Südstadt. Eben dort, wo die Stadt heftige Probleme mit Müll und Schmutz hat.  

Mehr Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt gehört auch zu den großen Wahlversprechen der CSU. Die Idee der Christsozialen, einen "kommunalen Ordnungsdienst" einzurichten, ist noch hochumstritten. Sauberkeits-Sheriffs sollen Bürger auf ihr Fehlverhalten hinweisen, wenn sie Zigarettenkippen wegwerfen und wildbieseln. Laut nordbayern.de hält die CSU daran fest, obwohl nur die Polizei die Mittel verfügt, Regelverstöße wirksam zu ahnden.

Für die Christsozialen steckt dahinter eine Erziehungsabsicht. „Irgendwann müssen auch Eltern etwas durchsetzen; dann heißt es eben einmal Zimmer aufräumen statt Fußball", wird Stadträtin Andrea Loos zitiert.

kg

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