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Die kleine Gelbbauchunke ist vom Aussterben bedroht.

Projekt zum Artenschutz

500.000 Euro für stark gefährdete Unke

Freising - Die vor allem in Bayern verbreitete Gelbbauchunke soll gerettet werden. Jetzt hat sich das Umweltministerium eingeschaltet - und gibt eine Finanzspritze.

Der Bestand der stark gefährdeten Gelbbauchunke soll durch ein Artenschutzprojekt wieder aufgepäppelt werden. Unter dem Motto „Allen Unkenrufen zum Trotz“ sollen die Lebensbedingungen der kleinen Froschlurche verbessert werden, wie das Bundesumweltministerium anlässlich des Projektstarts am Dienstag in Freising mitteilte. Die Unke leidet besonders unter dem fortschreitenden Verlust von Klein- und Kleinstgewässern, etwa flachen Tümpeln oder Pfützen in Traktorspuren, die sie zur Eiablage benötigt. Außerdem wird ihr Lebensraum durch Straßen und andere Infrastruktur zunehmend zerschnitten, wodurch die Lebensräume verschiedener Populationen immer stärker voneinander getrennt werden.

Die Gelbbauchunke ist dadurch inzwischen selbst in ihren Hauptverbreitungsgebieten in Bayern gefährdet. Im Rahmen des Projektes sollen neue Verbreitungskorridore der zunehmenden Isolation der Tiere entgegenwirken. Außerdem soll das Angebot an Laichplätzen durch das regelmäßige Anlegen neuer Kleingewässer erhöht werden.

500.000 Euro in fünf Jahren

Deutschland habe für den Schutz der Gelbbauchunke national wie weltweit eine besondere Verantwortung, erläuterte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). „Denn bei uns befindet sich nicht nur ihre nördliche Verbreitungsgrenze, sondern auch ein bedeutender Teil der Weltpopulation.“ Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt knapp 495.000 Euro. Die kleinen Tierchen werden es ihm danken.

dpa/lby

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