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Stalker von Aschaffenburg: Der Angeklagte vor Gericht.

Albtraum nach der Trennung

Stalker quält Ex: Er schändet Grab ihres Vaters und schickt ihr Totenschädel zu

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Mit grauenvollen Taten quälte ein 44-Jähriger seine Ex-Partnerin nach der Trennung. Er wollte offenbar Rache an ihr nehmen.

Aschaffenburg - Wenn Liebe zu Hass wird: Ein Stalker terrorisierte das Leben seiner Ex-Partnerin und versuchte sie psychisch zu zerstören. Dafür muss der Mann nun fünf Jahre in Haft. Die Liste der Schreckenstaten ist lang: Der 44-Jährige verteilte drastische Nacktbilder seiner Ex-Freundin in Aschaffenburg und verbreitete sie auch im Internet. Er bastelte eine Rohrbombe, die angeblich nur für ein privates Feuerwerk gedacht war. Außerdem hantierte er an ihrem Auto - und schockte sie mit einem Totenschädel. 

Prozess in Aschaffenburg: Stalker schändet Grab und schickt seiner Ex Totenschädel zu

Mit Mittätern hatte er das Grab ihres kürzlich verstorbenen Vater geschändet und ihr danach einen Menschenschädel in einem Paket an ihre Arbeitsstätte zugeschickt. Die Frau ging davon aus, dass es sich um die sterblichen Überreste ihres Vaters handelte - was nicht der Fall war. Die Staatsanwaltschaft deutete diese Zusendung als eine Drohung. 

Psycho-Terror in Aschaffenburg: Richter nennt Verhalten des Stalkers „widerwärtig“

Der Psycho-Terror blieb nicht ohne Folgen: Vor Gericht erzählte die Frau von Angstattacken und Schlafstörungen. Laut infranken.de bezeichnete der Vorsitzende Richter Sebastian Geis die Taten des Mannes als „abscheulich“ und „widerwärtig“.

Aschaffenburg: Ex-Freundin will keine Entschuldigung des Stalkers annehmen

Die Ex-Freundin trat als Nebenklägerin auf. Im Gerichtssaal würdigte sie ihren mutmaßlichen Peiniger keines Blickes, wie die dpa berichtet. Gefasst und mit ruhiger Stimme berichtete sie von ihrem Martyrium. Ihr Ex sei schon in der Beziehung sehr eifersüchtig gewesen und außerdem ein "Sprücheklopfer". Die Frage seines Anwalts, ob er sich bei ihr entschuldigen dürfe, verneint die Frau. Schon zuvor hatte sie ein Angebot über eine Schmerzensgeldzahlung abgelehnt.

Letztlich ging das Gericht mit der Haftstrafe von fünf Jahren sogar über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß hinaus. Die Verteidigung hatte dagegen knapp zwei Jahre auf Bewährung gefordert. 

Beim Wiedersehen mit ihrem Ex-Mann geriet eine Frau in München in Lebensgefahr. Ein mutiger TU-Student verhinderte eine Tragödie auf dem Campus.

Ein psychisch kranker Bäcker liebte seine Therapeutin aus Weilheim so sehr, dass er sie 2017 monatelang beobachtete. Er drohte ihr indirekt mit Gewalttaten, sollte sie seine Liebe nicht erwidern, berichtete Merkur.de.

Obwohl er unter einschlägiger offener Bewährung stand, betätigte sich ein 44-Jähriger aus dem Gemeindebereich Neufahrn zum wiederholten Mal als Stalker, berichtete ebenfalls Merkur.de.

Immer wieder tauchte ein Unbekannter vor dem Haus einer jungen Frau in Palling auf. Dann meldete sich auch eine zweite Frau bei der Polizei.

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