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So schön ging die Sonne am Donnerstag bei Bottrop (NRW) unter. Die Aschewolke zaubert ein wunderbares Abendrot – das am Wochenende auch in Bayern zu beobachten sein wird.

Durch die Aschewolke: Abendröte & Blutregen

München - Die Aschewolke sorgt hierzulande für außergewöhnliche Wetterphänomene. Lesen Sie hier von Blutregen und Abendröte.

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Intensiv orangerot leuchtende Sonnenunter- und -aufgänge erwarten uns an diesem Wochenende. Grund für diese romantischen Naturschauspiele: die Aschewolke! Karsten Brand vom Wetterdienst donnerwetter.de erklärt der tz das Phänomen: „Durch seinen langen Weg in der Atmosphäre wird das Sonnenlicht je nach Wellenlänge unterschiedlich geschluckt und gestreut. Jetzt kommen die winzigen Partikel der Aschewolke in der Höhe hinzu – die Aerosole. Sie verursachen eine zusätzliche Streuung und Verschiebung des Sonnenlichts ins Orange-Rote.“ Der Farbeindruck werde merklich intensiver. Noch interessanter werde das Phänomen, wenn die Aschepartikel des Vulkans bereits in die Stratosphäre gelangt sein sollten. „Die schönsten Farbeffekte erlebt man dann kurz, nachdem die Sonnenscheibe hinter dem Horizont verschwunden ist“, so Brandt. „Die höheren Atmosphärenschichten in 14 Kilometern Höhe werden dann beleuchtet. Die dort befindlichen Teilchen schimmern und sorgen für einen gelb-rötlichen Schimmer am Abendhimmel.“

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Wenn die Aschewolke über uns hinwegzieht, könnte ein weiteres Phänomen auftreten: sogenannter Blutregen. Rostrote Teilchen fallen auf den Boden und überziehen Straßen, Autos und Natur mit einer rötlichen Staubdecke. Praktisch ein Gruß direkt aus Island. Und im Norden Deutschlands könnte der Himmel wegen der Wolke milchig weiß schimmern. Haben wir das Schlimmste dann überstanden?

Karsten Brandt: „Entscheidend ist die weitere Vulkantätigkeit. Das Wetter ist am Wochenende ruhig. Schwächen sich die Eruptionen ab, dürfte sich die Aschewolke langsam auflösen. Weggepustet wird sie aber nicht. Sonntag kommt Wind aus Norden auf, das dürfte die Konzentration weiter senken.“ Kritisch werde es ab Montag. Brand: „Bis Mittwoch haben wir dann in hohen Lagen eine Direktverbindung nach Island. Der Wind pustet alles von dort in gerader Linie zu uns rüber. Bleibt Eyjafjallajökull ruhig, kann der Luftstrom reinigend wirken. Doch wehe, der Vulkan spuckt wieder! Dann ist ganz Europa dicht, auch der Süden.“

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K.B.

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