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Rund 80 Asylbewerber demonstrieren seit vergangenen Donnerstag auf dem Gelände des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Anerkennung ihrer Asylanträge.

Asylbewerber verweigern auch das Trinken

Nürnberg - Rund 20 Flüchtlinge in Nürnberg haben ihren Hungerstreik am Dienstag auf einen Durststreik ausgeweitet. Sie wollen damit ihrer Forderung nach der Anerkennung ihrer Asylanträge Nachdruck verleihen

Das sagte ihr Sprecher Naquib Hakimi. Bisher sei es noch zu keinen Zwischenfällen gekommen. Ein Arzt habe den Flüchtlingen Verhaltenstipps gegeben und sie untersucht. „Wir machen so lange weiter, wie es geht. Wir haben keine andere Wahl“, sagte Hakimi. Die Teilnehmer der Aktion kämen aus Afghanistan, Äthiopien und dem Iran und seien zwischen 19 und 47 Jahre alt, sagte er.

Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats, kritisierte, dass alle Flüchtlinge in laufenden Asylverfahren in völlig überfüllten Gemeinschaftsunterkünften ausharren müssten. „Bayern muss einen grundlegenden Wandel in der Asylpolitik einleiten und die Lagerpflicht aus dem bayerischen Aufnahmegesetz streichen“, forderte er. Nur so könne der Freistaat das „bundesweit einmalige asylpolitische Chaos in den Griff bekommen“.

Der innen- und rechtspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Frieser, erklärte, dass sich der Staat durch den Streik der Asylbewerber nicht erpressen lassen dürfe. Aber die Asylverfahren müssten beschleunigt werden. Am Dienstag beriet das bayerische Kabinett über die massiven Engpässe bei der Unterbringung ankommender Flüchtlinge im Freistaat.

dpa

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