Anti-Merkel-Propaganda

Aufruf an Schüler über WhatsApp: Kommt alle in Schwarz

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München - Der Terroranschlag in Paris sitzt vielen Menschen noch in den Gliedern. Anscheinend nutzen andere diese Grauentat, um Anti-Merkel-Propaganda zu machen. Das zeigt ein WhatsApp-Aufruf, der derzeit an Schüler geht.

Am Montag hat Deutschland mit einer Gedenkminute um Punkt 12 Uhr den

Getöteten der Anschläge in Paris

gedacht. Doch das ist einigen anscheinend zu wenig gewesen. Wie BR24 berichtet, geht derzeit eine WhatsApp-Rundmail besonders in Schülerkreisen herum. Der Inhalt: Anti-Merkel-Propaganda.

Konkret heißt es in der Nachricht (Wortlaut): "Hallo ihr da draußen! Ich glaube ihr habt das alles mit Paris mitbekommen und wisst, dass es einfach nur schlimm ist! Es ist das Schlimmste. Deshalb starten wir eine Aktion bei der bitte JEDER mitmachen soll, um zu zeigen es euch am Herzen liegt, genau wie uns! Wir möchten, dass alle, die diese Nachricht lesen, am Dienstag den 17.11.2015 nur komplett schwarz angezogen sind um zu zeigen wie es euch mitnimmt! Mit etwas Glück wenn alle mitmachen merkt es vielleicht auch mal Angela Merkel das es so nicht weiter gehen kann! Bitte schickt diese Nachricht an ALLE deine Kontakte und mach mit! PS: Vielleicht schafft ihr es auch, dass eure ganze Schule mitmacht."

Anti-Merkel-Propaganda "besorgter Schüler" mit Hinweis auf die Anschläge in #Paris. Diese Whatsapp-Nachricht ging an...

Posted by BR24 on Montag, 16. November 2015

WhatsApp-Nachricht an Schüler: Urheber unklar

Wer dieses Anschreiben verschickt, ist bislang noch unklar. Ob sich einige Schüler davon beeinflussen lassen, wird sich am morgigen Dienstag zeigen. Fragwürdig ist auf jeden Fall die Art und Weise, wie versucht wird, Anti-Merkel-Propaganda mit den tragischen Ereignissen in Paris zu verknüpfen. Die Kommentare unter dem Post von BR24 weisen darauf hin, dass der Aufruf nicht nur in Oberbayern, sondern auch in den anderen Regionen Bayerns sowie Baden-Württemberg verbreitet wurde. Auch in Hannover meldete eine Leserin unserer Onlineredaktion den Umlauf der Nachricht.

Andere Facebook-User bemängelten die haarsträubenden Rechtschreibfehler, die in der Nachricht enthalten sind oder hoffen, dass Eltern differenziert mit ihren Kindern darüber sprechen würden.

Am Freitagabend erschütterte eine Reihe von Attentaten die französische Hauptstadt. Bei den Anschlägen sind bislang 129 Menschen ums Leben gekommen und über Hunderte verletzt. Der IS hat sich zu den Taten bekannt und eine Welle der Solidaritätsbekundungen mit Paris ausgelöst.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebookseite BR24

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