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Nach einer Bombendrohung wurde der zentrale Platz vor dem Rathaus in Augsburg gesperrt. 

Drohungen gegen weitere Städte

Nach Bombendrohung in Augsburg: Ermittler stehen vor Rätsel

In Augsburg musste nach Gewaltandrohung das Rathaus evakuiert werden. In der Nacht war eine Bombendrohung per E-Mail eingegangen. Die Hintergründe sind unklar.

Update 27. März, 07.02 Uhr: Nach den Bombendrohungen gestern gegen Rathäuser in Augsburg und weiteren deutschen Städten stehen die Ermittler noch immer vor einem Rätsel. Derzeit gibt es keinen Hinweis auf den oder die Täter. Auch die Frage ob die Taten in Zusammenhang miteinander und auch in Zusammenhang mir vorhergehenden Drohungen gegen Gebäude in Deutschland in den vergangenen Wochen stehen, ist noch unklar.

Update 16 Uhr: Gegen Mittag konnte in Augsburg Entwarnung gegeben werden, bei der Durchsuchung wurde kein gefährlicher Gegenstand gefunden. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich danach beruhigt: „Ich verspüre eine gewisse Erleichterung, weil die Durchsuchung ergeben hat, dass sich die Gefahrenlage nicht bestätigt hat“, sagte der 54-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Video: Entwarnung nach Bombendrohung in Augsburg

Augsburgs OB Gribl verurteilte die Bombendrohung scharf: „Die Bedrohung einer Kommune sorgt bei mir für großes Unverständnis“, sagte er laut einer Mitteilung. Wenn die Behörden nicht arbeiten könnten, würden nicht nur die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter leiden. „Letztlich wirken sich die heutigen Einschränkungen der Verwaltungsarbeit zum Nachteil für die gesamte Bevölkerung aus.“

Obwohl der Verkehr um den Augsburger Rathausplatz komplett stillstand und viele Menschen nicht weiterkamen, war die Lage in der Innenstadt am Vormittag aber relativ entspannt. Polizisten wiesen Passanten am gesperrten Rathausplatz den Weg, Mitarbeiter der Verwaltung beobachteten die Szenen aus umliegenden Cafés.

Gribl lobte nach dem Einsatz die „hervorragende Unterstützung“ der Polizei. Zwar sei die Stadt grundsätzlich auf derartige Situationen vorbereitet, „insgesamt war das aber schon eine Herausforderung.“ Das vorsichtige Vorgehen sei nötig gewesen, „weil Sie nie einschätzen können, ob und was und inwieweit etwas ernsthaft ist.“

Nach Bombendrohung in Augsburg: Polizei gibt Entwarnung - Hintergründe noch unklar

Update 12.20 Uhr: Nach der Bombendrohung hat die Polizei Entwarnung gegeben. Bei der Durchsuchung des Rathauses und der Verwaltungsgebäude war am Dienstag kein gefährlicher Gegenstand gefunden worden. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich erleichtert: „Insgesamt war das aber schon eine Herausforderung“, sagte der 54-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Das Motiv hinter der Drohung war zunächst nicht bekannt.

Laut Landeskriminalamt (LKA) waren keine weiteren Städte in Bayern betroffen. Ähnliche Drohschreiben wurden jedoch auch an die Städte Chemnitz, Göttingen, Kaiserslautern, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein verschickt. Die Polizei vermutet daher einen Zusammenhang. So gibt es seit Monaten eine deutschlandweite Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte. 

Drohungen in vielen Städten: Besteht ein Zusammenhang?

Die Staatsanwaltschaft in Berlin, die federführend ermittelt, spricht inzwischen von mehr als 100 Fällen. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, war zunächst offen. Auch ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Personen handelt, war zunächst unklar.

Obwohl der Verkehr um den Augsburger Rathausplatz komplett stillstand und viele Menschen nicht weiter kamen, war die Lage in der Innenstadt am Vormittag entspannt. Polizisten wiesen Passanten am gesperrten Rathausplatz den Weg, Mitarbeiter der Verwaltung beobachteten die Szenen aus umliegenden Cafés.

Neben zahlreichen Polizeikräften waren auch Sprengstoffspürhunde im Einsatz, um die Gebäude zu durchsuchen. Zwei Straßenbahnlinien und mehrere Buslinien in der Nähe des Rathauses und der städtischen Verwaltung wurden eingestellt. Um die Mittagszeit nahmen Bahnen und Busse ihren Dienst wieder auf. Alle städtischen Gebäude sollten am Dienstag jedoch weiterhin geschlossen bleiben.

Bombendrohung per E-Mail: Polizei evakuiert Rathaus von Augsburg

Update 11.12 Uhr: Gegen 11 Uhr waren die Durchsuchungsmaßnahmen im Rathaus und in zwei benachbarten Verwaltungsgebäuden abgeschlossen. Laut Polizei wurde dabei nichts gefunden. Allerdings laufen die polizeilichen Maßnahmen nach wie vor. Auch verschiedene Bürgerbüros sind aktuell geschlossen.

Ab 11:30 Uhr sollen die Straßenbahnlinien 1 und 2, die über den Rathausplatz fahren, den Verkehr wieder aufnehmen.

Update 10.16 Uhr:  Da die Drohung gegen die gesamte Stadt ausgesprochen wurde, beschloss die Polizei, auch alle Verwaltungsgebäude zu räumen. Das Motiv hinter der Drohung war zunächst nicht bekannt.

Update 10.12 Uhr: Wie die Polizei auf Twitter mitteilt, schickte ein unbekannter Absender eine Bombendrohung per E-Mail an die Stadt Augsburg. Weiter heißt es, dass ein Zusammenhang mit Drohschreiben gegen weitere deutsche Städte gesehen werde. 

Polizei evakuiert Rathaus in Augsburg: Mehrere Gebäude durchsucht

Update von 10.03 Uhr: Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, wurden etwa 500 Mitarbeiter nach Hause geschickt, nachdem das Rathaus Augsburg sowie mehrere Verwaltungsgebäude der Stadt evakuiert wurden. Die Gebäude würden durchsucht, auch Hunde seien an der Suche beteiligt. Eine Gefahr bestehe nicht.

Video: Sechs deutsche Rathäuser wegen Bombendrohung evakuiert

Rathäuser in mehreren deutschen Städten nach Drohungen evakuiert

Update von 9.19 Uhr: In mehreren deutschen Städten sind am Dienstagmorgen Rathäuser evakuiert worden. Betroffen waren nach ersten Erkenntnissen Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg. Weitere Informationen zu den Drohungen gegen mehrere Rathäuser in Deutschland finden Sie hier.

Großeinsatz in Augsburg läuft: Polizei evakuiert Rathaus von Augsburg

Augsburg - Wegen einer Gewaltandrohung gibt es seit Dienstagmorgen in Augsburg einen Großeinsatz der Polizei. Den Angaben zufolge wurde das Rathaus nach einer Androhung von Straftaten evakuiert. Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

dpa

Im Kreis Regensburg hörten Kinder im Wald einen um Hilfe rufenden Mann, Rettungskräfte wurden alarmiert. Die fanden eine ungewöhnliche Situation vor, berichtet Merkur.de*. Ein Autodieb floh auf der A93 bei Schwandorf vor der Polizei. Erst als die Beamten zu ihren Waffen griffen, konnten sie den Mann stoppen. Blitzschnell hat ein Junge in Nürnberg am Dienstagmorgen gehandelt, als er Rauch im Auto bemerkte. So rettete er wohl sich und seiner kleinen Schwester das Leben. Zwei Frauen sind im Landkreis Ebersberg lebensgefährlich an Gehirnhautentzündung erkrankt, eine Kita wurde vorübergehend geschlossen, berichtet Merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Kommentare

banadAntwort
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Ja, du mich auch.

R. von Bremen
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Deutschland hat Fachkräfte- und Stellenbedarf

Behörden in Deutschland sind derzeit sehr mit sich selbst und ihrem Schutz beschäftigt. Das ist in dieser Form in Zukunft vom Bürger nicht erwünscht. Insbesondere Hamburg hat Fachkräftebedarf im IT-Bereich. Auch das stellte sich gestern zudem heraus. Eine Barrierefreie Kommunikation mit Behörden von zu hause aus, war beispielsweise Menschen mit Behinderungen in Hamburg ebenfalls nicht möglich.

Das war mit dem Scenario im Zusammenhang mit den Bobendrohungen, dieses Mal per E-Mail, die bereits unbemerkt über Nacht einging, auch im Hohen Norden, hier in Rendsburg, in Schleswig-Holstein, auch so, wie in anderen Städten deutschlandweit. Erst um 6.30 Uhr in der Frühe evakuierte die Polizei auch das Rathaus in Rendsburg. Mittags konnten die Angestellten wieder zurückkehren, die bis dahin irgendwo in der Stadt untergebracht werden mussten. Das Rathaus blieb für den Publikumsverkehr allerdings noch den ganzen Dienstag hindurch gesperrt. Das alles wäre nicht notwendig, würde der E-Mailverkehr von Behörden, von einer zentralen Stelle aus, nach Dienstschluss von Behörden,,die nicht ohnehin 24 Std. in Bereitschaft sind, wie Plfegekräfte, Polizei und Feuerwehr, auch in der Nacht überwacht. Zeitnah wäre hier die Suche in den Rathäusern der Städte, bereits mit dem Dienstbeginn, der in der Regel und bei Gleitzeit um 6.30 Uhr anliegt, oder spätestens mit der Öffnung der jeweiligen Behörde, beispielsweise um 8 Uhr, wie in Rendsburg das Rathaus, für den Publikumsverkehr bereits abgeschlossen gewesen.

Immer wieder werden deutschlandweit auch Briefe, mit weißen Pülverchen zum Inhalt, an öffentliche Einrichtungen von unbekannten adressiert und durch die Post zugestellt. Die werden in den meisten Fällen ebenfalls evakuiert und für den Bürger geschlossen gehalten. Bislang stellten sich auch solche Postsendungen als harmlos heraus und sie werden von der Post und anderen Briefdiensten, die ihre Mitarbeiter somit gefährden, im Vorfeld ebenfalls nicht in ihren Verteilzentren in konsequenter Weise aus dem Verkehr gezogen. Deutschland hat auch hier Fachkräftebedarf und muss entsprechende Stellen in Briefverteilzentren schaffen, die dazu dienen, dass von Mitarbeitern, vielleicht vom Zoll, an Behörden adressierte Briefe und Postversandstücke außenstehender Versender gesondert geprüft werden. Hiervon hängt bei der Zunahme und Vielzahl von Vorfällen vermutlich in naher Zukunft sogar die Leistungsfähigkeit des Staates ab.

In Hamburg wurde gestern beschäftigungstherapeutisch ebenfalls ganze Arbeit geleistet. Eine Fachkraft hatte, als Mitarbeiterin im zentralen Datenport des Stadtstaates, versehentlich eine E-Mail über den Hauptverteiler auf den Weg an alle rund 65.000 Angestellten und Beamten der Stadt gebracht. Öffneten die Empfänger sie, wurde sie gleich noch einmal. Mit jedem Klick des Einzelnen Empfängers ging sie entsprechend zigfach noch einmal an alle. Man war den ganzen Vormittag mit sich selbst und dem Wunder der Technik beschäftigt, die hauseigene E-Mailflut zu bewältigen.

Moxy FrühvousAntwort
(0)(0)

Vielleicht hat sie dich gar nicht gemeint!?